Österreich verbietet Minarett-Ballerspiel

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Die österreichische Justiz hat das Ballerspiel "Moschee-Baba" verboten.

Graz - Es sorgte für große Wellen: Das Ballerspiel "Moschee Baba". Österreich hat das umstrittene Minarett- Abschießspiel auf der Homepage der Rechtspartei FPÖ verboten.

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Man habe eine einstweilige Verfügung beim Straflandesgericht Graz wegen des dringenden Verdachts der Verhetzung und Herabwürdigung religiöser Lehren beantragt und erreicht, bestätigte die Staatsanwaltschaft Graz am Freitagnachmittag. Zudem laufe auch ein Antrag auf Aufhebung der politischen Immunität des dafür verantwortlichen steirischen FPÖ- Chefs und Nationalratsabgeordneten Gerhard Kurzmann. “Aufgrund der politischen Einflussnahme unserer Gegner wurde dieses Spiel durch die österreichische Justiz verboten“, hieß es am Freitagnachmittag auf der Seite, auf der man bisher per Mausklick den Islam bekämpfen konnte.

Das als Provokation vor den steirischen Landtagswahlen am 26. September eingesetzte Videospiel “Moschee-Baba“ (Moschee-Tschüss) hatte seit seiner Veröffentlichung Anfang der Woche landesweit für Empörung gesorgt. “Moschee-Baba“ funktioniert wie das bekannte Abschießspiel “Moorhuhn“. Statt auf Hühner zielt der Spieler aber mit einem Stopp- Schild auf aufsteigende Minarette, Moscheen und vollbärtige Muezzin- Figuren. Das Spiel stammt von derselben Firma, die auch schon die Kampagne für das Minarettverbot in der Schweiz gestaltete.

dpa

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