US-Präsidentschaftswahl

Orban unterstützt als erster führender EU-Politiker Trumps Kandidatur

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Ungarns Regierungschef Victor Orban.

München - Ungarns Victor Orban unterstützt als erster EU-Regierungschef Donald Trump als US-Präsidentschaftskandidat: In Sachen Kampf gegen den Terrorismus sei er die "bessere Alternative" für die EU.

Als erster führender Politiker eines EU-Staats hat der ungarische Regierungschef Victor Orban die Kandidatur von Donald Trump für die US-Präsidentschaft unterstützt. Trumps Vorschläge zum Kampf gegen den Terrorismus machten ihn zu einer "besseren Alternative" für die EU als seine demokratische Rivalin Hillary Clinton, sagte Orban am Samstag im rumänischen Baile Tusnad. Er selbst hätte diese Ideen für Europa nicht besser formulieren können.

In seiner ersten Rede als Präsidentschaftskandidat hatte sich Trump am Donnerstag als Garant für "Recht und Ordnung" empfohlen. Er kündigte an, als Präsident werde er die Arbeit der Geheimdienste verstärken, "sofort die Zuwanderung aus allen Staaten mit Verbindungen zum Terrorismus aussetzen" und die "gescheiterte Politik des Regimewechsels und Staatsaufbaus" in Ländern wie Syrien und dem Irak beenden.

Trump führt die Republikaner in die Präsidentenwahl

Amerika zuerst, und zwar ganz anders als bisher: Unter dieses Motto will Donald Trump seine Amtszeit stellen. Foto: Shawn Thew
Amerika zuerst, und zwar ganz anders als bisher: Unter dieses Motto will Donald Trump seine Amtszeit stellen. Foto: Shawn Thew © Shawn Thew
"Amerikanismus, nicht Globalismus, wird unser Credo sein", rief Trump. Foto: Shawn Thew
"Amerikanismus, nicht Globalismus, wird unser Credo sein", rief Trump. Foto: Shawn Thew © Shawn Thew
Während des Parteitags tanzten einige Teilnehmer auf ihren Stühlen. Foto: Michael Reynolds
Während des Parteitags tanzten einige Teilnehmer auf ihren Stühlen. Foto: Michael Reynolds © Michael Reynolds
Trump nahm in Cleveland unter riesigem Jubel die Nominierung der Republikaner an. Foto: Michael Reynolds
Trump nahm in Cleveland unter riesigem Jubel die Nominierung der Republikaner an. Foto: Michael Reynolds © Michael Reynolds
Donald Trump mit seiner Frau Melania und dem gemeinsamen Sohn Barron. Foto: David Maxwell
Donald Trump mit seiner Frau Melania und dem gemeinsamen Sohn Barron. Foto: David Maxwell © David Maxwell
Während des Parteitags gab es auch immer wieder vehemente Proteste gegen den Kandidaten Trump. Foto: Tannen Maury
Während des Parteitags gab es auch immer wieder vehemente Proteste gegen den Kandidaten Trump. Foto: Tannen Maury © Tannen Maury
Trump-Tochter Ivanka stellte in Cleveland ihren Vater vor. Foto: Andrew Gombert
Trump-Tochter Ivanka stellte in Cleveland ihren Vater vor. Foto: Andrew Gombert © Andrew Gombert
Donald Trump, umringt von seiner Familie und seinem designiertem Vizekandidaten Mike Pence. Foto: Michael Reynolds
Donald Trump, umringt von seiner Familie und seinem designiertem Vizekandidaten Mike Pence. Foto: Michael Reynolds © Michael Reynolds
Donald Trump ist der Präsidentschaftskandidat der US-Republikaner. Foto: Michael Reynolds
Donald Trump ist der Präsidentschaftskandidat der US-Republikaner. Foto: Michael Reynolds © Michael Reynolds

Orbans rechtskonservative Regierung in Budapest lehnt die von der EU beschlossene Verteilung von Flüchtlingen auf alle Mitgliedstaaten strikt ab und hat für Oktober ein Referendum über diese Pläne angesetzt.

Ausdrücklich unterstützte der ungarische Populist in dem Zusammenhang auch Trumps Ankündigung, "die Politik des Demokratie-Exports aufzugeben". Der Sturz autoritärer, "aber stabiler Regime" wie in Libyen und dem Irak habe nur zu Chaos und neuen Flüchtlingsströmen aus Nahost und Afrika geführt, sagte er. Dies gelte auch für die jüngsten Ereignisse in der Türkei, fügte Orban hinzu und warnte, sollte das Land "instabil werden, werden Millionen von Menschen gen Europa ziehen".

afp

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