Pakistan: Koran-Verbrennung "schadet Weltfrieden"

Islamabad - Die pakistanische Regierung warnt wegen der geplanten Verbrennung des Korans in den USA vor “unumkehrbarem Schaden für den Weltfrieden“. Diese Tat sei ein internationales Verbrechen.

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In einem am Donnerstag veröffentlichten Schreiben von Innenminister Rehman Malik an Interpol hieß es, die muslimische Gemeinschaft werde durch die Tat des “verrückten sogenannten Priesters“ Terry Jones aufgebracht werden. Die Gefühle der Muslime müssten respektiert werden. Malik rief Interpol-Generalsekretär Ronald K. Noble in dem Brief dazu auf, Jones' Pläne zu stoppen, am 11. September Ausgaben des Korans öffentlich zu verbrennen. Noble solle den Fall mit den zuständigen Behörden in den USA aufnehmen, um die “verabscheuungswürdige kriminelle Tat“ zu verhindern. Die Verbrennung des Korans sei ein internationales Verbrechen, weil es Frieden und Harmonie über Landesgrenzen hinweg Schaden zufügen werde.

Koran-Verbrennung fördere “Verbitterung und Zwietracht“

Die indische Regierung forderte Washington ebenfalls dazu auf, gegen Jones vorzugehen. Innenminister Palaniappan Chidambaram sagte, Ziel der Koran-Verbrennung sei, “Verbitterung und Zwietracht“ zwischen religiösen Gruppierungen zu verstärken. Chidambaram appellierte an indische Medien, keine Bilder der für diesen Samstag geplanten Verbrennung zu verbreiten. Indien hat nach Indonesien und Pakistan die weltweit drittgrößte muslimische Bevölkerung.

Die indische Regierung forderte Washington ebenfalls dazu auf, gegen Jones vorzugehen. Innenminister Palaniappan Chidambaram sagte, Ziel der Koran-Verbrennung sei, “Verbitterung und Zwietracht“ zwischen religiösen Gruppierungen zu verstärken. Chidambaram appellierte an indische Medien, keine Bilder der für diesen Samstag geplanten Verbrennung zu verbreiten. Indien hat nach Indonesien und Pakistan die weltweit drittgrößte muslimische Bevölkerung.

Islamische Staaten planen gemeinsame Strategie

Auch die afghanische Regierung warnte vor den Konsequenzen einer Koran-Verbrennung. “Die US-Regierung hat wiederholt versucht, ihr Verhältnis zur islamischen Welt zu verbessern“, sagt ein Sprecher von Präsident Hamid Karsai. “Diese Tat könnte dieses Verhältnis in Frage stellen.“ Die Regierung in Kabul haben die amerikanischen Behörden darum gebeten, die Verbrennung zu verhindern.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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