Papandreou verurteilt Bombenanschläge

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Ministerpräsident Giorgos Papandreou (Archiv).

Athen - Der griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou hat die Bombenserie in Athen und die Entsendung eines explosiven Pakets aus Griechenland an Bundeskanzlerin Merkel verurteilt.

“Wir verurteilen es aufs Schärfste und widersetzen uns unerbittlich jedem, der mit Terroraktionen und Gewalt versucht, den sozialen Frieden und dem Bild des Landes im Ausland zu schaden“, sagte Papandreou am Dienstagabend in einer Rede. Die griechischen Sicherheitsbehörden würden systematisch arbeiten, um die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen, versicherte er.

Die griechische Regierung hat zwei mutmaßliche Mitglieder einer Untergrundorganisation festgenommen. Sie hatten zwei Bomben bei sich, die sie an die belgische Botschaft in Athen und an den französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy schicken wollten. Zudem veröffentlichte die Polizei in Athen Fotos von weiteren fünf Verdächtigen.

In der griechischen Hauptstadt hatten am Montag und Dienstag die beiden Festgenommenen sowie andere unbekannte Täter Pakete mit Brandsätzen an mehrere Botschaften geschickt, darunter auch die Vertretungen Deutschlands und der Schweiz. Ein Päckchen mit Sprengstoff ging aus Griechenland an das Kanzleramt in Berlin und wurde dort rechtzeitig entschärft.

Am Dienstagabend wurden im Athener Flughafen zwei weitere Briefbomben unschädlich gemacht. Sie waren an den Europäischen Gerichtshof und an das Europäische Polizeiamt (Europol) adressiert.

dpa

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