Pariser Anti-Terror-Staatsanwalt warnt vor neuen Anschlägen

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Polizisten im November vergangenen Jahres vor dem Eiffelturm. Ein Staatsanwalt warnt nun vor neuen Anschlägen in Frankreich. Foto: Guillaume Horcajuelo

Paris (dpa) - Der bekannte Pariser Anti-Terror-Staatsanwalt François Molins warnt vor erneuten Anschlägen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Die Schwächung des IS im irakisch-syrischen Gebiet sei ein Faktor, der das Risiko für ein Attentat verstärke.

"In der Geschichte des Terrorismus sieht man, dass terroristische Organisationen, die in ihrem Gebiet in Bedrängnis geraten, versuchen, außerhalb Anschläge zu begehen", sagte Molins der französischen Tageszeitung "Le Monde".

Frankreich wird seit eineinhalb Jahren von Terroranschlägen erschüttert. Der IS hatte die Verantwortung übernommen für die Anschlagserie in Paris vom November 2015 mit 130 Toten und die Lastwagen-Attacke an der Standpromenade von Nizza vom 14. Juli. Dabei kamen 86 Menschen ums Leben.

Molins macht auch auf eine "Rückkehr-Bedrohung" aufmerksam. Es gebe etwa 2000 Franzosen, die in Syrien seien oder dorthin aufbrechen wollten.

Der Spitzenbeamte lehnte in ungewöhnlicher Deutlichkeit den Vorstoß des konservativen Ex-Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy ab, registrierte Terrorverdächtige vorsorglich zu internieren. "Das ist absolut unmöglich", sagte Molins. "Man kann nicht jemand festhalten, bevor er ein Delikt begangen hat."

Interview (französisch) - hinter Bezahlschranke

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