Ministeriumssprecher schickt Frau Penis-SMS

Magdeburg - Ein Pressesprecher des Kultusministeriums in Magdeburg hat einer Bewerberin anzügliche Sex-Nachrichten geschickt. Darunter war auch ein Bild seines erigierten Penis.

Die 38 Jahre alte Radiomoderatorin hatte sich einem Bericht der Bild-Zeitung zufolge im November um einen Job in der Öffentlichkeitsarbeit im Ministerium beworben. Statt des Jobs bekam sie jedoch plötzlich anzügliche SMS.

„Ein Mann schrieb meinen Namen und dann ein Fragezeichen. Ich habe gefragt, wer er denn sei. Er antwortete mit Jörg, 39, aus Dortmund. Ich sei sehr schön. Ich wollte wissen, woher der Mann meine Nummer hatte. Das wollte er mir aber nicht sagen, er sei zu schüchtern“, erzählte die Frau der Bild.

Das Blatt hat einige der anzüglichen SMS veröffentlicht. In einer Unterhaltung forderte die 38-Jährige den Pressesprecher auf, ihr endlich seinen richtigen Namen zu verraten. Darauf erwiderte der Mann: "Gefällt mir aber, deine strenge Art! Gut. Dann verrate du mir aber erst, ob du rasiert bist."

Kurze Zeit später schickte der angeblich 39-Jährige ihr ein Foto seines erigierten Penis. Als sich die Radiomoderatorin wenig beeindruckt zeigte, schrieb er: "Bisher kam der immer gut an. Wenn, dann fand ihn mal eine zu groß. Überall kommt mann damit auch nicht rein."

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Als ihn die 38-Jährige mit einer ironischen Bemerkung abblitzen ließ, simste der Pressesprecher: "Mach dich nicht lustig, Babe! Übrigens jede Wette: Du lässt ein kleines Büschel...". Letzteres in Anspielung auf die Schambehaarung der 38-Jährigen.

Die Moderatorin beendete die SMS-Unterhaltung mit deutlichen Worten und ging laut Bild-Zeitung zwei Tage später zur Polizei. Von den Beamten erfuhr sie schließlich den richtigen Namen des SMS-Schreibers. Die Polizei hatte ihn anhand der Handynummer ermittelt. "Als mir der Name mitgeteilt wurde, habe ich damit im Internet recherchiert. Die Spur führte ins Ministerium zum Pressesprecher", erzählte die Moderatorin dem Blatt.

Das Ministerium bestätigte die Vorwürfe. „Es wurden Konsequenzen gezogen“, sagte Sprecherin Karina Kunze. Der Mann sei nach dem Bekanntwerden der Vorwürfe sofort beurlaubt worden. Inzwischen sei das Arbeitsverhältnis aufgelöst. Die Ermittlungsbehörden sind in den Fall eingeschaltet.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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