Philologenverband sieht in PISA-Studie verdienten Erfolg

Berlin - Der Deutsche Philologenverband hat die Ergebnisse der jüngsten PISA-Studie als verdienten Erfolg von Schülern, Lehrern, Eltern und der Bildungspolitik gewertet.

In Mathematik und den Naturwissenschaften gehöre Deutschland inzwischen zum oberen Leistungsdrittel der OECD-Länder und zu der ganz kleinen Gruppe von Ländern, die sich seit PISA 2000 bei jedem Test kontinuierlich verbessert hätten, erklärte Verbandschef Heinz-Peter-Meidinger am Dienstag in Berlin. Er nannte es nicht überraschend, dass bei der Lesekompetenz der 15-Jährigen noch kein Sprung nach vorne sichtbar sei. Er führte es unter anderem auf mangelnde Vorbilder in den Elternhäusern zurück und verwies auf die mangelnde Sprachfähigkeit in vielen Migrantengruppen in Deutschland. Meidinger sagte, PISA solle nicht überbewertet werden. Die Ergebnisse erfassten nur einen kleinen Ausschnitt der schulischen Realität in Deutschland.

Beispielsweise würde die Qualität des besonders guten Fremdsprachenunterrichts an weiterführenden Schulen und auch die musische, ethische und historische Bildung komplett ausgeblendet. Der DPhV-Vorsitzende warnte zudem davor, angesichts der guten Ergebnisse asiatischer Länder deren “Lern- und Drillkultur“ als Vorbild anzupreisen. Vorbildhaft sei der hohe Stellenwert, den Bildung in China, Japan, Südkorea oder Singapur genieße, nicht aber der unabdingbare, privat finanzierte tägliche Zusatzunterricht dort. Jedes Land habe seine besonderen Verhältnisse.

dapd

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