PID: CDU-Spitze schlägt Gentest-Kompromiss vor

Karlsruhe - Kurz vor der brisanten Abstimmung der CDU über ein Verbot von Gentests an Embryonen hat der Bundesvorstand für den Parteitag in Karlsruhe einen Kompromissvorschlag erarbeitet.

Den rund 1000 Delegierten soll an diesem Montag ermöglicht werden, über ein Verbot der sogenannten Präimplantationsdiagnostik (PID) oder deren Zulassung in engen Grenzen zu entscheiden - oder aber, den Beschluss zu vertagen. Das erfuhr die Nachrichtenagentur dpa von Teilnehmern der Vorstandssitzung am Sonntag.

In ihrem Grundsatzprogramm spricht sich die CDU für ein Verbot der PID aus, bei der im Reagenzglas erzeugte Embryonen vor ihrer Einpflanzung in den Mutterleib auf Erbkrankheiten untersucht und aussortiert werden können. Parteichefin Merkel befürwortet offen das Verbot. Die Bundesministerinnen Ursula von der Leyen und Kristina Schröder plädieren dagegen für eine Zulassung in engen Grenzen.

In der Bundestagsfraktion der Union wurde bereits vereinbart, vor einer Entscheidung zunächst Experten anzuhören und sich mehr Zeit für den Austausch und die Prüfung der Argumente zu nehmen.

dpa

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