Polen verteidigt Einreiseverweigerung für "Nachtwölfe"

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Trotz eines Einreiseverbots in Polen hat der russische Motorradclub "Nachtwölfe" seine Tour von Moskau nach Berlin zum Gedenken des 70. Jahrestages des Kriegsendes begonnen. Foto: Ulf Mauder

Warschau/Vilnius (dpa) - Der polnische Außenminister Grzegorz Schetyna hat die Einreiseverweigerung für Mitglieder des kremltreuen russischen Motorradclubs "Nachtwölfe" verteidigt.

"Wir haben in zahlreichen Noten an die russische Botschaft auf fehlende Einzelheiten zur Trasse und den Übernachtungsorten hingewiesen. Es gab eine sehr aktive Korrespondenz, und die russische Seite weiß das", sagte Schetyna im polnischen Rundfunk.

Polen habe zahlreichen Russen, darunter auch Motorradfahrern, die Einreise gewährt, die nach Berlin fahren wollten, um die russischen Opfer des Zweiten Weltkriegs zu ehren. Die "Siegesfahrt" der "Nachtwölfe" von Moskau nach Berlin sei aber eine "Demonstration und politische Provokation", sagte er. "Das dient nicht den polnisch-russischen Beziehungen.

Angesichts der russischen Proteste gegen die polnische Entscheidung und Äußerungen des russischen Botschafters in Warschau, dies könne nicht ohne Folgen für die bilateralen Beziehungen bleiben, sprach sich Schetyna dafür aus, "die Sache als abgeschlossen anzusehen."

Der litauische Grenzschutz wies unterdessen vier russische und weißrussische Motorradfahrer an der Grenze ab, berichtete die Nachrichtenagentur BNS. Es gab keine Angaben, ob es sich um Mitglieder der "Nachtwölfe" handelte. Seit Montag hatte Litauen acht weiteren Bikern die Einreise verweigert, einer von ihnen gehörte nach eigenen Angaben den "Nachtwölfen" an

Polnisches Außenministerium

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