Reaktion auf "Charlie Hebdo"-Tragödie

Le Pen fordert Referendum über Todesstrafe

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Marine Le Pen.

Brüssel - Nach dem Terroranschlag in Paris bringt die Chefin der rechtsextremen Front National (FN), Marine Le Pen, die Todesstrafe wieder ins Gespräch.

Die Chefin der rechtsextremen Front National (FN), Marine Le Pen, hat nach dem Terroranschlag in Paris gegen die Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ erneut ein Referendum über die Todesstrafe in die Debatte gebracht. Sie wolle eine Abstimmung über die Wiedereinführung der Todesstrafe vorschlagen, sollte sie (2017) zur Staatspräsidentin gewählt werden, bekräftigte Le Pen am Donnerstag gegenüber dem Sender France 2. Die Franzosen sollten die Möglichkeit haben, darüber zu entscheiden. Sie persönlich halte es dabei für notwendig, dass die Todesstrafe für die abscheulichsten Verbrechen zum „juristischen Arsenal“ gehören sollte, sagte Le Pen nach dem Attentat gegen das Magazin mit zwölf Toten.

Valls: Kein Hass, keine Angst

Frankreichs Regierungschef Manuel Valls hingegen warnte vor Intoleranz, Hass und Angst gewarnt. Das Attentat sei abscheulich, und es müssten daraus natürlich alle Konsequenzen gezogen werden, sagte Valls am Donnerstag dem Sender RTL. „Nein, Frankreich, das ist nicht die Unterwerfung, Frankreich, das ist nicht Michel Houellebecq“, fügte er an.

Houellebecqs islamkritischer Roman „Soumission“ (Unterwerfung) beschreibt das Leben in Frankreich unter einem muslimischen Präsidenten. Der Anschlag auf „Charlie Hebdo“ wurde am Mittwoch am Tag des Erscheinens des Buches verübt.

dpa/afp

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