Provisorisches Zeltlager

Polizei räumt abgebranntes Flüchtlingscamp Moria

Viele Migranten aus dem abgebrannten Flüchtlingslager Moria zelten auf der Straße. Foto: Petros Giannakouris/AP/dpa
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Viele Migranten aus dem abgebrannten Flüchtlingslager Moria zelten auf der Straße. Foto: Petros Giannakouris/AP/dpa

Sie möchten lieber aufs Festland, aber nun sollen noch mehrere Tausend Flüchtlinge aus dem abgebrannten Flüchtlingslager Moria auf Lesbos in das provisorische Zeltlager Kara Tepe ziehen.

Lesbos (dpa) - Die griechische Polizei hat am Donnerstagmorgen damit begonnen, die verbliebenen Migranten aus dem abgebrannten Flüchtlingslager Moria zu holen.

Sie sollen in ein neues, provisorisches Zeltlager ziehen, das die Behörden errichtet haben. «Bisher läuft alles friedlich ab», sagte der Mainzer Arzt Gerhard Trabert, der mit einer Hilfsorganisation vor Ort ist, der Deutschen Presse-Agentur. Trabert schätzt, dass sich noch mehrere Tausend Menschen in und um das zerstörte Lager herum aufhalten.

«Wir müssen die Menschen in das neue Lager holen; wenn sie auf der Straße ausharren, ist das eine Bombe in Sachen Hygiene», sagte der Chef der griechischen Gesundheitsbehörde (EODY), Panagiotis Arkoumaneas, am Donnerstagmorgen dem griechischen Radiosender Skai. Im Einsatz seien rund 170 Beamte.

In das neue Zeltlager Kara Tepe sind bisher rund 2000 Menschen eingezogen, nachdem beim Brand von Moria vergangene Woche 12.000 Migranten obdachlos geworden waren. Viele haben Angst, das neue Lager zu beziehen; sie befürchten, dort eingesperrt zu werden, und fordern stattdessen, von der Insel aufs Festland gebracht zu werden.

© dpa-infocom, dpa:200917-99-596359/2

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