Präsidentenwahl in Polen läuft schleppend an

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Jaroslaw Kaczynski hält Ewa, die Enkelin des verstorbenen polnischen Präsidenten Lech Kaczynski hoch, damit sie seinen Wahlzettel in die Urne werfen kann.

Warschau - Zehn Wochen nach dem Tod von Amtsinhaber Lech Kaczynski bei einem Flugzeugabsturz sind die Polen aufgerufen, aus zehn Kandidaten ein neues Staatsoberhaupt zu wählen.

In den ersten zwei Stunden nach Öffnung der Wahllokale lag die Wahlbeteiligung nach offiziellen Angaben bei lediglich 1,87 Prozent. Einen Rekord stellten die Einwohner der Gemeinde Ropa im Südosten des Landes auf, wie ein Sprecher der Staatlichen Wahlkommission am Sonntag in Warschau mitteilte. Dort hätten bis 8.00 Uhr bereits fast 9 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Das Gebiet hatte in den vergangenen Wochen schwer unter den Folgen des verheerenden Hochwassers gelitten.

Polens Präsident bei Absturz getötet

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Der nationalkonservative Bewerber Jaroslaw Kaczynski gab seine Stimme im Warschauer Stadtteil Zoliborz ab. “Diese Wahl ist wichtig“, sagte der 61-jährige Politiker. Als Favorit im Rennen um das höchste Staatsamt gilt Parlamentspräsident Bronislaw Komorowski, Kandidat der liberalkonservativen Regierungspartei Bürgerplattform PO.

Polen: Trauer um Opfer des Flugzeugabsturzes

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Wahlberechtigt sind mehr als 30 Millionen Menschen. Die Wahllokale schließen um 20 Uhr.

dpa

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