Probleme bei Wahl auf Philippinen

Manila - Bei den Präsidentenwahlen auf den Philippinen sind zwei Stunden nach Eröffnung der Wahllokale am Montag erste Probleme aufgetreten. Schuld ist die Technik.

Bei den Präsidentenwahlen auf den Philippinen sind zwei Stunden nach Eröffnung der Wahllokale am Montag erste Probleme mit den neuen Wahlmaschinen aufgetaucht. Ein Scanner, der die Wahlzettel in Tarlac City rund 75 Kilometer südlich von Manila einlesen sollte, streikte. Mehrere hundert Menschen mussten in der Sommerhitze ausharren. Unter den Wartenden war auch der Favorit für das Präsidentenamt, Benigno “Noynoy“ Aquino.

“Wir haben große Sorge, dass dies zu einer Entmündigung der Wähler in großem Stil führen könnte“, sagte er Reportern. “Wenn die Menschen jetzt ihre Stimme nicht abgeben können, haben wir ein großes Problem.“ Die voll automatisierte Wahl war bei vielen Skeptikern auf Kritik gestoßen. Sie fürchteten Chaos durch Stromausfälle und Funklöcher bei der Übermittlung der Daten. Insgesamt sind Wahlmaschinen in mehr als 70 000 Wahllokalen aufgestellt.

Aquino lag bei den letzten Umfragen mehr als 20 Prozentpunkte vor seinen Rivalen. Er ist in seinen gut zehn Jahren in der Politik blass gewesen. Seine Popularität verdankt er seiner Mutter Corazon Aquino. Die frühere Präsidentin starb im vergangenen Jahr.

Insgesamt sind gut 50 Millionen Menschen zur Stimmabgabe aufgerufen. Sie besetzen im ganzen Land fast 18 000 Ämter neu.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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