Heikles Thema Flugabwehrsystem

Putin und Erdogan sprechen in Moskau über Syrien und Waffen

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Bei ihrem Treffen in Moskau beraten Putin und Erdogan auch über die Lage im Syrienkrieg. Foto: Kreml

Moskau (dpa) - Kremlchef Wladimir Putin trifft seinen türkischen Kollegen Recep Tayyip Erdogan heute zu Gesprächen über den Krieg in Syrien und den Ausbau von Handelskontakten. Bei dem Treffen dürfte es auch um den umstrittenen Verkauf russischer Flugabwehrsysteme vom Typ S-400 an die Türkei gehen.

Die USA kritisieren, dass ein Nato-Land russische Waffen kauft. Erdogan hatte dies verteidigt, weil die Russen ein besseres Angebot gemacht hätten als USA für ihre Patriot-Anlagen. Im Juli sollen die Lieferungen beginnen.

Bei ihrem Treffen in Moskau wollen Putin und Erdogan auch über die Lage im Syrienkrieg sprechen, wie der Kreml in Moskau mitteilte. Dabei gehe es um den von Russland geforderten Abzug der US-Truppen aus Syrien. Russland unterstützt dort den Machthaber Baschar al-Assad, die Türkei dagegen die Opposition. Geplant seien auch - wegen einiger heikler Fragen - Vier-Augen-Gespräche, hieß es.

Sprechen wollen die beiden Staatschefs zudem über den Bau der Gaspipeline Turkish Stream, durch die Ende des Jahres das erste Gas fließen soll. Zudem gehe es um den Bau des ersten Atomkraftwerks in der Türkei. Die von Russland gebaute Anlage Akkuyu soll 2023 zum 100. Jahrestag der Gründung der türkischen Republik in Betrieb gehen.

Am Abend wollen die beiden Staatschefs im berühmten Bolschoi Theater das russisch-türkische Kultur- und Tourismusjahr eröffnen. Gezeigt wird die türkische Opern-Ballett-Produktion "Troja". Zuletzt war Erdogan Mitte Februar in Russland gewesen. In Sotschi am Schwarzen Meer führte er mit Putin und dem iranischen Präsidenten Hassan Ruhani Gespräche zur Lösung des Syrien-Konflikts.

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