Rassistische Bemerkung über Obama zurückgenommen

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Der demokratische Mehrheitsführer im Senat, Harry Reid (rechts) hat mit einer rassistischen Bemerkung über US-Präsident Barack Obama für Aufregung gesorgt.

Washington - Der demokratische Mehrheitsführer im Senat, Harry Reid, hat sich am Samstag für rassistische Bemerkung über Barack Obama während des Wahlkampf 2008 entschuldigt.

Reid hatte über seinen Parteifreund Obama gesagte, der schwarze Präsidentschaftskandidat könne Erfolg wegen seiner leichtbraunen Färbung haben. Reid hatte weiter erklärt, Obama könne “ohne negroide Sprachfärbung“ reden, “es sei denn, er möchte sie haben“. Dafür entschuldigte sich Reid in einem öffentlichen Statement.

Hoffnungsträger Obama

Friedensnobelpreis: Obama als Hoffnungsträger

Der charismatische Barack Obama. Er schenkt der Welt neue Hoffnung auf dauerhaften Frieden. Auch wenn er bis jetzt noch nicht alle Ziele erreicht hat, setzten Menschen aus aller Welt auf ihn. © DPA
Barack Obama ist der erste schwarze US-Präsident. Bereits seine Kandidatur um das höchste Amt im Land galt als Zeichen, dass die Rassenschranken in den Vereinigten Staaten immer niedriger werden. © DPA
In seiner bisherigen Amtszeit hat er sich vor allem für eine Welt ohne Atomwaffen stark gemacht und sich bemüht, das Verhältnis zu den Muslimen zu verbessern. © DPA
Obama wurde am 4. August 1961 als Sohn eines schwarzen kenianischen Austauschstudenten und einer weißen Amerikanerin auf Hawaii geboren. © DPA
Dort wuchs er die ersten Jahre auf. Nach der Trennung der Eltern heiratete die Mutter einen Indonesier, die Familie zog nach Jakarta, wo Obama bis 1971 auf die Schule ging. Danach wuchs er bei seinen weißen Großeltern in Hawaii auf. © DPA
Nach einem Politikstudium in New York, Sozialarbeit in Chicago und einem Jurastudium an der Eliteuniversität Harvard lehrte Obama an der Universität von Chicago Rechtswissenschaft - und bereitete sich auf seine politische Karriere vor. © DPA
1996 schaffte er den Sprung in den Senat des Bundesstaates Illinois, 2004 in den US-Senat in Washington. © DPA
Bereits im Februar 2007 kündigte Obama seine Bewerbung um die Präsidentschaftskandidatur an. Zunächst galt er als hoffnungsloser Außenseiter. © DPA
Wahlexperten waren überzeugt, dass Obama gegen die ehemalige First Lady Hillary Clinton keine Chance habe. Doch er überzeugte mit rhetorischer Brillanz, die die Menschen fesselte. Seine Botschaft war eingängig: “Hoffnung“, “Wandel“ und “Versöhnung“. © DPA
Am 20. Januar 2009 wurde Obama in Washington als Präsident der Vereinigten Staaten vereidigt. In seiner ersten Rede schwor er seine Landsleute auf einen Neuanfang in Amerika ein und forderte „eine neue Ära“ von Verantwortung und Frieden. © DPA
Obama gilt als nachdenklicher, pragmatischer links-liberaler Politiker, der vor allen den ritualhaften Parteistreit un den Politikstil in Washington überwinden will. © DPA
Ein weiteres, wichtiges Ziel ist die Beschränkung des Einflusses der Lobbyisten und höhere Steuern für die Reichen. © DPA
Obama will die ZS-Truppen aus dem Irak zurückziehen, von den Europäern erwartet er aber ein stärkeres Engagement in Afghanistan. © DPA
Bei seinen Reden wirkt er überzeugend. © DPA
Seine charismatische Ausstrahlung fasziniert Menschen rund um den Globus. © DPA
Obama privat. Hier mit seiner Frau nach dem Essen zum 17. Hochzeitstag. © DPA
Obama spricht viel mit seinen Händen. Eine liebevolle Eigenschaft, die seine Worte oft unterstreicht. © DPA
Mit wenigen Worten bringt er die Umstände auf den Punkt. © DPA
Wenn Obama spricht ist alles still. © DPA
Er versteht es zu Reden. © DPA

“Ich bedaure diese schlechte Wortwahl zutiefst“, erklärte Reid. Er entschuldige sich dafür, wenn er mit seiner Bemerkung irgendeinen seiner Landsleute, insbesondere Afro-Amerikaner, beleidigt habe. Nach US-Medienberichten rief Reid Obama persönlich an, um ihn um Verzeihung zu bitten. Der Senator aus dem Bundesstaat Nevada betonte, er sei während des Wahlkampfes ein stolzer und begeisterter Unterstützer von Barack Obama gewesen. “Ich habe so hart ich konnte gearbeitet“, um Obamas politische Agenda voranzubringen. Obama erklärte anschließend, er habe Reids Entschuldigung ohne Frage angenommen.

Reids Äußerungen werden in einem Buch der Journalisten Mark Halperin und John Heilemann zitiert, das unter dem Titel “Game Change“ am Dienstag in den amerikanischen Buchläden erscheint.

dpa

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