Rechtspopulist: Heftiger Zwist in Berliner CDU

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Geert Wilders

Berlin - Eine Einladung mit Folgen: Der in den Niederlanden erfolgreiche Rechtspopulist Geert Wilders sorgt für mächtigen Ärger in der Berliner CDU.

Fraktionschef Frank Henkel kündigte dem Abgeordneten René Stadtkewitz dessen Ausschluss an, wenn er nicht Wilders wieder auslädt. Dieser war mit ausländer- und muslimfeindlichen Parolen im Juni bei der Parlamentswahl in den Niederlanden zur drittstärksten Kraft aufgestiegen. Stadtkewitz will mit Wilders am 2. Oktober über den gemeinsam bekämpften politischen Islam und die Integration diskutieren. “Ich werde Wilders nicht wieder ausladen. Das widerspricht meinen politischen Grundüberzeugungen“, sagte Stadtkewitz am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa.

Er war bereits 2009 aus der CDU ausgetreten, weil er den “islamfreundlichen Kurs“ besonders der früheren Berliner Ausländerbeauftragten Barbara John (CDU) nicht teile. Er gehörte zu den größten Kritikern des Moscheebaus in Berlin-Heinersdorf. Der CDU- Fraktion im Abgeordnetenhaus gehört er aber weiter an. Stadtkewitz teilt nach eigener Aussage die Position von Wilders, “den politischen Islam als Ideologie zu kritisieren“. Es gebe eine “Gewaltbereitschaft von radikalen Muslimen“, auf die auch die CDU “zu schwach und auch zu tolerant“ reagiere.

dpa

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