Republikaner sorgt für Empörung

„Vergewaltigung macht selten schwanger“

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Das offizielle Foto des republikanischen Abgeordneten Todd Akin herausgegeben vom US-Repräsentantenhaus

Washington - Ein republikanischer Abgeordneter und Senatskandidat in den USA hat mit einer Äußerung zum Abtreibungsrecht bei Vergewaltigungen Empörung ausgelöst. Nun ist er um Schadensbegrenzung bemüht.

Todd Akin, der Schwangerschaftsabbrüche ohne Ausnahmen ablehnt, sagte dem Sender KTVI-TV, nach dem, was er von Ärzten höre, seien Schwangerschaften nach Vergewaltigungen selten. Wenn es eine wirkliche Vergewaltigung sei, dann verfüge der weibliche Körper über Wege, „zu versuchen, die ganze Sache außer Betrieb zu nehmen“.

Atkin fügte dann hinzu: „Aber lass uns annehmen, dass das vielleicht nicht funktioniert hat oder so. Ich glaube, es sollte etwas Strafe geben. Aber die Strafe sollte sich gegen den Vergewaltiger richten und nicht ein Angriff auf das Kind sein.“

Mitt Romney distanziert sich von Todd Akins Äußerungen

Nur Stunden nach dieser Äußerung am Sonntagabend sagte Akin in einer Erklärung, er habe sich falsch ausgedrückt. Er blieb aber bei seiner strikten Ablehnung von Abtreibungen. Der republikanische Präsidentschaftskandidat Mitt Romney und sein „Vize“ Paul Ryan distanzierten sich von Akins Haltung. Eine Regierung unter ihrer Führung würde Abtreibungen bei Vergewaltigungen nicht ablehnen, zitierte die „Washington Post“ aus einer Mitteilung des Wahlkampflagers.

Akin tritt im November bei der Senatswahl in Missouri gegen die demokratische Amtsinhaberin Claire McCaskill an. Diese nannte Akins Äußerungen der Zeitung zufolge „ignorant“ und „beleidigend“. Experten schließen nicht aus, dass McCaskill durch den Vorfall Aufwind erhält. Bis jetzt galt ihre Wiederwahl als stark gefährdet.

dpa

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