Russland über Nato-Pläne besorgt

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Deutschlands Verteidigungsminister Thomas de Maizière.

Moskau - Russland steht den neuen Plänen zum Aufbau eines Raketenabwehrschildes der NATO in Europa skeptisch gegenüber. Deutschland teilt die Sorgen der Russen allerdings nicht.

Die jüngsten Abkommen mit Rumänien und der Türkei lösten “Besorgnis“ aus, sagte der russische Verteidigungsminister Anatoli Serdjukow am Donnerstag bei einem Treffen mit seinem deutschen Amtskollegen Thomas de Maizière in Moskau. Der CDU-Politiker entgegnete, Deutschland verstehe die Sorgen Russlands, teile sie aber nicht.

Rumänien hatte zuvor einem Vertrag zur Stationierung von US-Abfangraketen zugestimmt. In der Türkei ist der Bau eines weit reichenden Radars geplant. Russland befürchtet dadurch eine Überwachung seiner strategischen Raketentruppen und sieht das strategische Gleichgewicht verletzt.

Serdjukow rief dazu auf, die Zusammenarbeit im NATO-Russland-Rat wieder zu intensivieren. Der Georgien-Krieg 2008 hatte zu einer Eiszeit in dem Gremium geführt, in dem auch die Pläne für den Raketenschild besprochen werden sollen. De Maizière äußerte die Hoffnung, dass noch vor dem NATO-Gipfel im Mai kommenden Jahres in Chicago die USA und Russland eine Übereinkunft erreichen.

dapd

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