Sarrazin: Übler Fehltritt gegen Friedman

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Wüst beschimpft wurde der Publizist Michel Friedman (re.) angeblich nach einem Interview durch Thilo Sarrazin (li.).

Berlin - Provokateur Thilo Sarrazin sorgt für einen neuen Eklat: Er soll Michel Friedman, Ex-Vize des Zentralrats der Juden, wüst beschimpft haben und den Publizisten ein "A...loch" genannt haben.

Nach einem Interview für die in Berlin erschienende Tageszeitung "BZ" habe der Bundesbank-Vorstand und SPD-Politiker Thilo Sarrazin den Publizisten Michel Friedmann auf das Übelste beleidigt.  Dies berichet "Bild". Nach seiner Buchvorstellung in der Bundespressekonferenz, so der Bericht, ließ sich Sarrazin von Friedman für die "BZ" interviewen. Der für seine provokanten Fragen berühmte Michel Friedman hat dabei Sarrazin anscheinend ziemlich in die Ecke getrieben. Der umstrittene Bundesbanker reagierte jedenfalls gereizt und vergriff sich nach dem Interview heftig im Ton. Dann soll er Friedman mit dem Schimpfwort belegt haben, so der Medien-Bericht.

Sarrazin: Der Provokateur redet Klartext

Sarrazin: Der Provokateur redet Klartext

"Will ich den Muezzin hören, dann reise ich ins Morgenland." © dpa
"Piep, piep, piep, wir haben uns alle lieb." © dpa
"In Deutschland arbeitet ein Heer von Integrationsbeauftragten, Islamforschern, Soziologen, Politologen, Verbandsvertretern und eine Schar von naiven Politikern Hand in Hand und intensiv an Verharmlosung, Selbsttäuschung und Problemleugnung." © dpa
"Besonders beliebt ist es, den Kritikern des Islam mangelnde Liberalität vorzuwerfen." © dpa
"Ich möchte nicht, dass wir zu Fremden im eigenen Land werden." © dpa
"Fabriken und Dienstleistungen müssen wandern, nicht die Menschen." © dpa
"Der Weg in den deutschen Sozialstaat darf nicht ohne Wegezoll möglich sein." © dpa
"In den USA bekämen sie keinen müden Cent. Deswegen sind sie auch nicht dort." © dpa
"Ich möchte nicht, dass das Land meiner Urenkel in weiten Teilen muslimisch ist." © dpa
"Die Arbeitsmigration der sechziger Jahre hat eine europäische Völkerwanderung in Gang gesetzt." © dpa

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Die Tage von Thilo Sarrazin im Vorstand der Deutschen Bundesbank sollen laut “Berliner Zeitung“ gezählt sein. Der Vorstand habe sich für die Trennung von Sarrazin ausgesprochen, schreibt das Blatt (Donnerstagsausgabe) unter Berufung auf “eine mit der Situation vertraute Person“. Es gehe nur noch um das Wie des Rauswurfs, nicht mehr um das Ob. Sarrazin wird vorgeworfen, mit seinen Thesen zur mangelnden Integration muslimischer Einwanderer das Ansehen der Zentralbank zu schädigen. “Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende“, zitierte die Zeitung ihre nicht näher bezeichnete Quelle weiter.

mol/dpa

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