Schicksal von Taliban-Chef Mullah Mansur unklar

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Am Donnerstag war Mullah Mansur nach Angaben aus der afghanischen Regierung bei einem Treffen mit anderen Taliban-Anführern angeschossen worden. Foto: Afghan Taliban Militants

Islamabad (dpa) - Über das Schicksal des angeblich schwer verletzten afghanischen Taliban-Chefs Mullah Achtar Mansur gibt es weiterhin widersprüchliche Angaben.

Aus pakistanischen Taliban-Kreisen hieß es, Mullah Mansur werde in einem Krankenhaus in der pakistanischen Grenzstadt Chaman behandelt. "Sein Zustand ist sehr ernst."

Die afghanischen Taliban dementierten dagegen weiterhin, dass Mansur verletzt oder sogar tot sei.

Der afghanische Regierungs-Geschäftsführer Abdullah Abdullah bekräftigte am Donnerstagabend über Twitter, Mansur sei verletzt. Am Donnerstag war Mullah Mansur nach Angaben aus der afghanischen Regierung und aus pakistanischen Extremistenkreisen bei einem Treffen mit anderen Taliban-Anführern nahe der Stadt Quetta angeschossen worden. Quetta ist rund 130 Kilometer von der Stadt Chaman entfernt, die an die südafghanische Provinz Kandahar angrenzt.

Den Tod ihres vorherigen Anführers Mullah Mohammad Omar hatten die Taliban zwei Jahre lang geheim gehalten. Mullah Mansur hatte die Macht im vergangenen Sommer übernommen. Die Bewegung zersplitterte daraufhin. Bei Kämpfen unter den Fraktionen kamen mehrere hochrangige Taliban ums Leben.

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