ZDF-Politbarometer: CDU auf neuem Tiefstand 

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Kanzlerin Merkel hat momentan wenig zu lachen.

Berlin - Ein Jahr nach dem Wahlsieg von Schwarz-Gelb bei der Bundestagswahl befindet sich die Union in einem Allzeit-Tief. Der Höhenflug der Grünen bei den Umfragewerten hält an.

Im ZDF-Politbarometer von Freitag erreicht die Union in der sogenannten Sonntagsfrage 31 Prozent (minus 1) - ihr schlechtester Wert in der Geschichte der Erhebung. Die SPD kommt auf 30 Prozent (minus 1), die FDP unverändert auf 5 Prozent und die Linke auf 9 Prozent (minus 1). Die Grünen verbessern sich auf ihren Spitzenwert von 19 Prozent (plus 2). Mit der Arbeit der Bundesregierung ist laut Umfrage der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen die Bevölkerung zu 60 Prozent unzufrieden. Lediglich 34 Prozent sagen, die Koalition mache ihre Arbeit eher gut. Zu Beginn im November 2009 meinten dies noch 50 Prozent. 64 Prozent aller Befragten sprechen sich dafür aus, dass sich die CDU mehr in Richtung soziale Sicherheit entwickeln sollte. Einen stärker von traditionell-konservativen Inhalten geprägten Kurs der Union wollen 31 Prozent.

30 Prozent halten den momentanen Kurs der CDU ohne große Änderungen für richtig und 30 Prozent wollen sogar eher weniger Konservatismus. Unter den Anhängern der CDU/CSU verlangen 44 Prozent mehr soziale Sicherheit. 37 Prozent der Unions-Anhänger wünschen sich mehr traditionell-konservative politische Inhalte von der CDU, 20 Prozent sind für weniger als bisher, und 36 Prozent wollen nicht viel geändert haben.

Bevölkerung verärgert über Integrationsmuffel  

Im Vergleich zu Zeiten von Alt-Kanzler Gerhard Schröder (SPD) finden 22 Prozent die Politik der SPD heute besser, 33 Prozent schlechter, für 38 Prozent hat sich da nicht so viel geändert. Unter den SPD-Anhängern halten 27 Prozent die Politik der Partei jetzt eher für besser als unter Schröder, 35 Prozent für schlechter und für 34 Prozent macht das keinen großen Unterschied. Die Gründung einer völlig neuen Partei, die die Interessen der Befragten besser vertritt, befürworten 27 Prozent, wobei sich drei Prozent diese eher im linken und vier Prozent eher im rechten politischen Spektrum, 19 Prozent eher in der Mitte wünschen.

Nahaufnahmen der Kanzlerin: Merkels Mimik

Merkels Mimik

71 Prozent halten die Gründung einer solchen Partei nicht für notwendig. Ausländer und Integration bleibt dem Politbarometer zufolge nach der Arbeitslosigkeit das zweitwichtigste politische Problem in Deutschland. 55 Prozent fordern ein viel stärkeres und 37 Prozent ein etwas stärkeres Durchgreifen der Politik gegen integrationsunwillige Ausländer. Lediglich fünf Prozent meinen, dass sich da nicht viel ändern sollte.

dapd

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