Schwarz-Gelb will Entwicklungshilfe straffen

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Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP, rechts) bei einem Besuch im Kongo. Schwarz-Gelb will die staatliche deutsche Entwicklungshilfe neu ordnen.

Berlin - Die schwarz-gelbe Bundesregierung will die staatliche deutsche Entwicklungshilfe neu ordnen. Dazu sollen drei Organisationen zusammengelegt werden.

Konkret sollen die drei bestehenden Organisationen - Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ), Deutscher Entwicklungsdienst (DED) und Internationale Weiterbildung und Entwicklung (Inwent) - miteinander verschmolzen werden. Ziel sei die “Abschaffung von Doppelstrukturen“, heißt es in einem Entwurf, den Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) am Mittwoch ins Kabinett einbrachte.

Die Zusammenlegung gilt als eines der größten Projekte für den neuen Minister. Insgesamt sind für die drei bundeseigenen Unternehmen rund um den Globus mehr als 16 000 Menschen tätig. Mit Abstand größte Organisation ist die GTZ, die allein auf annähernd 14 000 Beschäftigte und einen Jahresumsatz von etwa 1,4 Milliarden Euro kommt. Inwent hat etwa 800 Beschäftigte, der DED etwa 300. Die Zersplitterung der Entwicklungshilfe in so viele Organisationen ist weltweit einmalig.

In der Kabinettsvorlage heißt es wörtlich: “Die Bundesregierung strebt die Schaffung einer neuen Organisation an, die international eine Vorreiterrolle in der Gestaltung einer modernen, zukunftsorientierten EZ (Entwicklungszusammenarbeit) einnimmt und die Effektivität und Nachhaltigkeit der EZ steigert.“ Strittig ist unter anderem, wie die neue Organisation heißen und wo sie ihre Zentrale haben soll. Offen ist auch, wie viele Arbeitsplätze der Fusion zum Opfer fallen. Konkrete Entscheidungen werden im Lauf des Jahres erwartet.

dpa

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