Reaktion aus Israel

„Schwerste Eskalation seit 2014“ - Israel antwortet auf Angriffe aus Gaza

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Israel antwortet auf Angriffe aus Gaza.

Israel hat auf die Angriffe aus Gaza am Dienstag reagiert und militärische Ziele angegriffen. Armeesprecher Jonathan Conricus spricht von der „schwersten Eskalation“ seit 2014.

Update vom 9. April 2019: Heute wird in Israel ein neues Parlament gewählt. Auch der Posten des Premierministers wird neu besetzt. Benjamin Netanjahu könnte nach 13 Jahren im Amt abgelöst werden.

„Schwerste Eskalation seit 2014“ - Israel antwortet auf Angriffe aus Gaza

Tel Aviv - Die jüngste Eskalation der Gewalt an der Gaza-Grenze ist nach Angaben eines israelischen Militärsprechers die schwerste seit dem Gaza-Krieg vor vier Jahren. Es sei „eindeutig die größte Anzahl von Geschossen“, die seit Sommer 2014 aus dem Gazastreifen auf Israel abgefeuert wurden, sagte Armeesprecher Jonathan Conricus am Dienstag. Zugleich habe die israelische Armee den größten Gegenschlag in Gaza seit 2014 ausgeführt.

Es seien mehr als 30 militärische Ziele angegriffen worden, darunter ein neuer Angriffstunnel im Bereich des Warenübergangs Kerem Schalom an der Grenze zu Ägypten. Der Tunnel sei in U-Form verlaufen und habe vom Gazastreifen auf ägyptisches Gebiet und von dort nach Israel geführt. Es sei der zehnte Tunnel dieser Art, der seit Oktober zerstört worden sei. Der Gang sei zu Angriffszwecken und für Schmuggel bestimmt gewesen.

Armeesprecher: Israel hat kein Interesse an Eskalation

Conricus machte die militanten Palästinenserorganisationen Hamas und Islamischer Dschihad für die heftigen Angriffe auf Israel am Dienstag verantwortlich. Rund 25 Geschosse - Raketen und Mörsergranaten - seien von der Raketenabwehr Iron Dome (Eisenkuppel) abgefangen worden. Die israelische Bevölkerung im Grenzgebiet sei angewiesen worden, sich in 15 Sekunden Entfernung von Schutzräumen aufzuhalten.

Es liege jetzt in den Händen der Hamas, ob die Situation in den kommenden Tagen weiter eskalieren werde oder nicht. „Ruhe wird mit Ruhe beantwortet werden, Feindseligkeiten dagegen mit einer angemessenen Reaktion“, sagte der Armeesprecher. Israel habe kein Interesse an einer Eskalation. Die Hamas könne die militanten Organisationen im Gazastreifen kontrollieren. Bei den Angriffen auf Israel am Dienstag seien Granaten aus iranischer Produktion verwendet worden.

Israel wählt am 17. September schon wieder ein neues Parlament. Nachdem seit April keine Regierung zustande kam. Diesmal ist einiges anders. Auch der Premierminister Benjamin Netanjahu tritt bei den Neuwahlen an - so ist er privat. Damit könnten alle Aussichten auf Frieden zwischen Israel und Palästina in weite Ferne rücken: Benjamin Netanjahu strebt weiterhin die Annektion des Jordantals an.

Es ist bereits das zweite Mal dieses Jahr, dass die Wahlberechtigten in Israel zur Urne gehen. Doch diesmal könnte es Netanjahu an den Kragen gehen - nach vier Amtszeiten.

dpa

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