Plagiatsaffäre scheint vergessen zu sein

Seehofer kämpft für Guttenberg-Comeback

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Der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer strebt ein Comeback des früheren Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg an.

München - Die Zeit heilt offenbar auch politische Wunden: Der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer bemüht sich "sehr intensiv" um ein Comeback des früheren Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg.

Seehofer sagte am späten Freitagabend im Bayerischen Fernsehen, nach den Wahlen im Herbst nächsten Jahres werde er sich „sehr intensiv bemühen“, dass Guttenberg wieder in der CSU mitwirke. Dies solle zudem „an maßgeblicher Stelle“ geschehen.

Der bayerische Ministerpräsident bekräftigte zugleich, im Falle seiner Wiederwahl wolle er die gesamte nächste Legislaturperiode im Amt bleiben. Deshalb sei in den kommenden fünf Jahren keine Nachfolgediskussion notwendig.

Guttenberg: Der "Top Gun"-Minister a.D.

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Guttenberg war im März 2011 wegen seiner in weiten Teilen abgeschriebenen Doktorarbeit zurückgetreten. Er gab auch sein Bundestagsmandat sowie seine Parteiämter auf. Im November zog sich Guttenberg zudem mit öffentlicher Kritik an der CSU den Zorn der Parteispitze zu. Seehofer sagte seinerzeit, diese „Art und Weise, andere herabzusetzen, um sich selbst zu erhöhen“, gehe so nicht.

dapd

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