Seehofer: Höhere Steuern für Spitzenverdiener

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CSU-Chef Horst Seehofer will Spitzenverdiener stärker zur Kasse bitten.

Berlin - CSU-Chef Horst Seehofer will Spitzenverdiener stärker zur Kasse bitten. Sein Konzept soll es ermöglichen, andere Bürger dadurch nicht zu belasten. Sein Ziel: Eine Aufsteigergesellschaft.

Er lasse ein Konzept erarbeiten, dass Steuererhöhungen für Spitzenverdiener ermögliche, ohne Steuern für andere Bürger zu erhöhen, sagte der bayerische Ministerpräsident der “Bild am Sonntag“. Er habe Landesfinanzminister Georg Fahrenschon beauftragt, bis zum Herbst ein Steuerkonzept zu erarbeiten, “das sowohl die Problematik der Progression löst als auch die Frage beantwortet, wann der Spitzensteuersatz einsetzen und wie hoch er sein soll“. Seehofer warnte jedoch vor einer isolierten Erhöhung des Spitzensteuersatzes: “Das hieße Steuererhöhung für alle“, sagte er.

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Wenn man den Spitzensteuersatz ohne andere strukturelle Änderungen im Steuerrecht verändere, müssten nicht nur Spitzenverdiener mit mehr als 52.000 Euro Jahreseinkommen mehr bezahlen, sondern auch diejenigen, die zwischen 13.000 und 52.000 Euro verdienten. Seehofer forderte zudem, die Vermögensbildung für normal verdienende Arbeitnehmer zu verbessern. “Darauf wird die CSU im Herbst massiv drängen“, erklärte er. Seit mehr als einem Jahrzehnt öffne sich die Schere zwischen Reich und Arm. “Das kann man nicht über Sozialausgaben ausgleichen, da müssen wir an die Ursachen ran“, sagte der CSU-Chef. “Ich will keinen Almosenstaat, sondern ein Chancenland und eine Aufsteigergesellschaft.“

DAPD

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