Seehofer verteidigt niedrigere Hotel-Mehrwertsteuer

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Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) spricht am Sonntag in Nürnberg (Mittelfranken) zur Eröffnung der Fachmesse HOGA 2011.

Nürnberg - Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Horst Seehofer hat den gesenkten Mehrwertsteuersatz für Hotels verteidigt.

“Mehr als 100 Millionen Euro zusätzliche Investitionen und 5500 zusätzliche Arbeitsplätze sprechen eine deutliche Sprache“, sagte Seehofer am Sonntag laut Mitteilung bei der Eröffnung der Fachmesse für Hotellerie, Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung (HOGA) in Nürnberg. Bayern werde deshalb auch künftig an diesem “Erfolgsrezept“ festhalten. Kritiker bezeichnen den gesenkten Mehrwertsteuersatz in der Hotellerie als Klientelpolitik.

Bei der Übernahme des reduzierten Satzes auch für die Gastronomie bleibe er am Ball, sagte Seehofer nach Angaben der “Nürnberger Nachrichten“ (Montagsausgabe). Dazu hatte ihn auch der Präsident des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes, Ulrich Brandl, aufgefordert. Die Gastronomie benötige dringend eine steuerliche Gleichbehandlung mit Bäckern, Metzgern und dem Lebensmitteleinzelhandel, sagte Brandl laut Redemanuskript. Mit Blick auf die Hotellerie zog der Branchenvertreter die Bilanz: “Die Reduzierung der Mehrwertsteuer auf Beherbergungsdienstleistungen war wohl das beste Konjunkturpaket, das es je gab.“

Nach Angaben Seehofers sichert der Tourismus mit einem Bruttoumsatz von rund 25 Milliarden Euro und 75 Millionen Übernachtungen pro Jahr das Einkommen von mehr als 560 000 Arbeitnehmern in Bayern. Die noch bis zum 19. Januar stattfindende HOGA ist die erste große Messe der Branche in diesem Jahr und gilt als Stimmungsindikator für Gastronomie, Hotellerie und Tourismus.

dpa

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