Selbstmordanschlag auf britische Kulturorganisation

Kabul - Selbstmordattentäter haben am Freitagmorgen das Büro der britischen Kulturorganisation in der afghanischen Hauptstadt Kabul angegriffen und mindestens sieben Menschen getötet.

Ein erster Angreifer habe sich in seinem mit Sprengstoff beladenen Wagen vor dem Tor des British Council in die Luft gesprengt und seinen Mitkämpfern damit Zugang verschafft, sagte ein Mitarbeiter des Geheimdienstes NDS am Tatort. Die Gefechte dauerten am Morgen an.

Nach Angaben der Polizei wurden dabei mindestens sieben Menschen getötet. Die Nationalität des Zivilisten war zunächst nicht bekannt. Unklar war auch, ob sich Briten auf dem Gelände aufhielten. Der NDS-Mitarbeiter sagte einem dpa-Reporter am Anschlagort, weitere zwei bis drei Selbstmordattentäter könnten sich noch auf dem Gelände in dem Viertel Karte-Parwan in der Kabuler Innenstadt befinden.

Anwohner berichteten von zwei Explosionen gegen 05.40 Uhr und 06.00 Uhr (Ortszeit/03.10 Uhr und 03.30 Uhr MESZ). Ein Sprecher des Innenministeriums sagte, afghanische Sicherheitskräfte würden gegen die Angreifer eingesetzt. Der British Council ist Großbritanniens internationale Organisation für Bildung und Kultur. Er ist vergleichbar mit dem deutschen Goethe-Institut. Am (heutigen) Freitag ist in Afghanistan Feiertag.

dpa

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