Selbstmordanschlag auf Ministerium in Bagdad

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Die meisten Opfer des Anschlags waren Soldaten (Symbolbild).

Bagdad - Bei einem Autobombenanschlag und einer anschließenden Schießerei in Bagdad sind am Sonntag zwölf Menschen getötet und 36 weitere verletzt worden.

Ziel des Anschlags waren das Hauptquartier der elften irakischen Heeresdivision und ein Rekrutierungszentrum der Streitkräfte. Unter den Toten waren nach offiziellen Angaben fünf Soldaten. Unmittelbar nach der Detonation des Autos griffen Bewaffnete laut Polizei das Hauptquartier an.

Bei dem Angriff lieferten sich die Bewaffneten ein 15-minütiges Feuergefecht mit Wachleuten. Einige der Angreifer trugen Sprengstoffgürtel und planten eine zweite Detonation, wie ein Sprecher des Verteidigungsministeriums der Fernsehnachrichtenagentur APTN sagte. “Der Plan war, zwei Mal zuzuschlagen“, sagte Generalmajor Mohammed al Askari. Die Angreifer wurden erschossen, bevor sie ihre Sprengsätze zünden konnten. Einer von ihnen wurde lediglich verletzt und wurde festgenommen.

Erst am 17. August hatte sich ein Selbstmordattentäter vor demselben Hauptquartier in die Luft gesprengt und 61 Rekruten in den Tod gerissen.

Ministerpräsident Nuri al-Maliki hatte vergangene Woche wegen drohender Terroranschläge die höchste Alarmstufe ausgerufen. Es drohten Anschläge, die Furcht und Chaos säen sollten, erklärte er. Das Land hat sechs Monate nach der Parlamentswahl noch immer keine Regierung. Eine Einigung kam bislang nicht zustande, weil aus der Wahl am 7. März kein klarer Sieger hervorging.

apn

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