Selbstmordanschlag in Pakistan: 41 Tote

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Ein der Verletzten des Anschlags in Kohat wird ins Krankenhaus gebracht.

Islamabad - Zwei Selbstmordattentäter haben bei Bombenanschlägen in einem Flüchtlingslager in Pakistan mindestens 41 Menschen getötet und 62 weitere verwundet.

Die Explosionen ereigneten sich im Abstand von wenigen Minuten an einer zentralen Stelle, an der Essen verteilt wird und Insassen registriert werden. Die Attentäter hatten sich mit Burkas, den Ganzkörperschleiern muslimischer Frauen, verkleidet, wie die Behörden mitteilten. Das Lager befindet sich in der Region Kohat nahe der Grenze zu Afghanistan.

Bei einer Militäraktion in Orakzai nahe der afghanischen Grenzen töteten pakistanische Soldaten am Freitagabend nach Angaben der Behörden mindestens 25 mutmaßliche Islamisten. Zahlreiche weitere Aufständische seien verletzt worden, als die Soldaten - unterstützt von Artillerie und Hubschraubern - Stellungen angegriffen hätten, sagte ein Sprecher der Bezirksregierung. Auch am Samstag hätten Hubschrauber erneut Stellungen der Aufständischen in der Region beschossen.

In einem seltenen Eingeständnis eigener Fehler räumten die pakistanischen Streitkräfte unterdessen ein, dass es bei einem Luftwaffenagriff am Samstag vor einer Woche auf ein abgelegenes Dorf in der Region Khyber zivile Opfer gegeben hat. Wie viele es waren, wurde nicht gesagt. In Regierungskreisen war Anfang der Woche von bis zu 71 getöteten Zivilpersonen die Rede.

Seit die Kämpfe in Orakzai Ende des vergangenen Jahres begannen, sind etwa 210.000 Zivilpersonen aus der Region geflohen.

apn

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