Historische Abmachung

Serbien und Kroatien wollen Streitigkeiten beilegen

Subotica - Nach jahrezehntelangen Streitigkeiten wollen die beiden Nachbarn jetzt zusammenarbeiten.  Das haben ihre Regierungschefs am Montag vereinbart - an einem symbolträchtigen Ort.

Die zerstrittenen Nachbarn Serbien und Kroatien wollen ihre jahrelangen Streitigkeiten beilegen. Eine entsprechende Erklärung unterzeichneten der serbische Regierungschef Aleksandar Vucic und die kroatische Staatspräsidentin Kolinda Grabar-Kitarovic am Montag in der nordserbischen Stadt Subotica.

Zuvor hatten sich die beiden Spitzenpolitiker mitten auf der Donaubrücke zwischen den Kommunen Erdut (Kroatien) und Bogojevo (Serbien) getroffen. Beide Seiten lobten die Vereinbarung als historisch.

Die Nachbarn wollen ihre Grenzstreitigkeiten beilegen und nach den Vermissten aus der Zeit des Krieges zwischen 1991 und 1995 forschen. Daneben sollen der Handel angekurbelt und die Streitigkeiten um das Vermögen des früheren Vielvölkerstaates Jugoslawien beigelegt werden. Schließlich sollen die nationalen Minderheiten in den jeweiligen Ländern mehr Rechte erhalten. 

Zuletzt hatten die Nachbarn wegen der Flüchtlingskrise im letzten Jahr einen regelrechten Handelskrieg begonnen, der mit Hilfe der EU beigelegt werden konnte.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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