Sieben Länder schließen sich EU-Tests für Atomkraftwerke an

Brüssel - Den europaweiten Sicherheitstests für Kernkraftwerke schließen sich sieben weitere Länder an. Dazu gehören auch Russland und die Ukraine, wo sich Tschernobyl befindet. 

Die Staaten werden in ähnlichen “Stresstests“ die Sicherheit ihrer Atomkraftwerke testen, teilte die EU-Kommission am Donnerstag in Brüssel mit. Weitere Länder sind Kroatien, Armenien, Türkei, Weißrussland und die Schweiz.

Die sieben Staaten wollen die von der EU entwickelten Kriterien zum Vorbild nehmen und die Ergebnisse von Experten aus anderen Ländern überprüfen lassen. Eine entsprechende Erklärung wurde am Donnerstag unterzeichnet. “Nukleare Sicherheit ist unteilbar“, sagte Kommissar Oettinger und sprach von einem “großen Schritt vorwärts“ für die EU und die Nachbarn in Europa.

In der EU war am 1. Juni der Startschuss für die europaweiten Sicherheitstests aller Kernkraftwerke gefallen. Damit ging die EU international voran. Bei den Tests wird europaweit geprüft, wie die 143 Atommeiler auf Naturkatastrophen wie Erdbeben, Hochwasser oder Flugzeugunglücke vorbereitet sind. Terrorgefahren sind zunächst ausgeklammert. Erste Resultate sollen zum Jahresende vorliegen. Deutschland hat seine Reaktoren bereits geprüft und muss diese Tests nicht wiederholen. Wenn ein Werk durchfällt, müsste es nachgerüstet oder abgeschaltet werden.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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