Gibt es genug Gemeinsamkeiten?

Union und Grüne starten in die Sondierung

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Auf dem Weg zur ersten Sondierung: Bundeskanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel und CSU-Vorsitzender Horst Seehofer (kleines Bild) sowie für die Grünen (v.li.) Fraktionsvorsitzender Anton Hofreiter, Sylvia Löhrmann, Bildungsministerin in Nordrhein-Westfalen, Winfried Kretschmann, der Ministerpräsident von Baden-Württemberg, und die Fralktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt.

Berlin - Spitzenvertreter von CDU/CSU und Grünen sind am Donnerstag zu einem ersten Sondierungsgespräch zusammengekommen. Diese Politiker sind bei den Verhandlungen dabei:

Ziel des Treffens im Gebäude der Parlamentarischen Gesellschaft in Berlin ist es, die Chancen für ein schwarz-grünes Regierungsbündnis im Bund auszuloten. Zuvor hatte es am vergangenen Freitag bereits ein Sondierungsgespräch zwischen Union und SPD gegeben.

Die CDU wird in dem Gespräch durch Bundeskanzlerin und Parteichefin Angela Merkel vertreten, außerdem durch Generalsekretär Hermann Gröhe, Fraktionschef Volker Kauder, Finanzminister Wolfgang Schäuble, Kanzleramtschef Ronald Pofalla und die Ministerpräsidenten von Hessen und Sachsen, Volker Bouffier und Stanislav Tillich.

Zur Delegation der CSU gehören der Parteichef und bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer, Generalsekretär Alexander Dobrindt, Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt, Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich, Verkehrsminister Peter Ramsauer, die bayerische Vizeministerpräsidentin Ilse Aigner und die bayerische Landtagspräsidentin Barbara Stamm.

Für die Grünen verhandeln die Parteichefs Cem Özdemir und Claudia Roth, die neuen Fraktionschefs Katrin Göring-Eckardt und Anton Hofreiter, Spitzenkandidat Jürgen Trittin, die politische Geschäftsführerin Steffi Lemke, Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann und NRW-Vizeministerpräsidentin Sylvia Löhrmann.

AFP

Was für Schwarz-Rot spricht und was für Schwarz-Grün

Was für Schwarz-Rot spricht und was für Schwarz-Grün

Bundestagswahl Angela Merkel
Kann Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nicht allein regieren, braucht sie nach dem Scheitern der FDP einen neuen Regierungspartner. Eine Analyse der Wahlprogramme zeigt: Am wahrscheinlichsten ist eine neuerliche Koalition mit der SPD. © dpa
Bundestagswahl
Zwischen Union und Grünen sind die Schnittmengen in den Programmen deutlich geringer. © dpa
Bundestagswahl
Ein Regierungsbündnis mit der eurokritischen Alternative für Deutschland (AfD) hatte Merkel schon vor der Wahl ausgeschlossen. © dpa
Bundestagswahl Angela Merkel
Bei welchen Themen kann man sich relativ schnell einigen und bei welchen dürfte es bei Koalitionsverhandlungen besondern haken? © AFP
Bundestagswahl Angela Merkel
SCHWARZ-ROT: Relative Überstimmung gibt es zwischen Union und SPD in der Finanzmarkt- und Euro-Rettungspolitik, ebenso bei Themen wie Mütterrente und Mindestrente für Geringverdiener. © dpa
Bundestagswahl Angela Merkel
Auch bei der Frage einer Grundgesetzänderung zur Lockerung des Kooperationsverbotes von Bund und Ländern in der Bildung, bei weiteren Bundeshilfen für Hochschulen und Ganztagsschulen sowie der Vorratsdatenspeicherung gibt es Schnittmengen. Auch ein Kompromiss beim Mindestlohn und anderen sozialen Themen wie Leiharbeit und Werkverträgen scheint möglich. © AFP
Bundestagswahl
Wo es haken könnte: Umstritten sind vor allem die SPD-Forderungen nach zusätzlichen Steuerbelastungen für Reiche, dem Aussetzen der Rente mit 67, solange nicht mehr über 60-Jährige sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind, und die Einführung von Elementen der Bürgerversicherung zulasten der privaten Krankenversicherungen. Zudem will die SPD das Betreuungsgeld abschaffen. © dpa
Bundestagswahl Angela Merkel
SCHWARZ-GRÜN: Auch wenn die Zeit der ganz tiefen Gräben vorbei ist, seitdem Merkel den Atomausstieg durchgesetzt hat - in den Wahlaussagen finden sich nur wenig wirkliche Schnittmengen. In der Energiepolitik gibt es zwar gemeinsame Ansatzpunkte, aber mit erheblichem Klärungsbedarf. © dpa
Bundestagswahl Angela Merkel
Wo es bei Verhandlungen besonders haken könnte: Umweltpolitik, Steuerpolitik, Sozial- und Familienpolitik, Betreuungsgeld, Rüstungsexporte. © dpa

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