Spanien: Keine Flucht unter Rettungsschirm

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Spanien beteuert erneut, nicht unter den Euro-Rettungsschirm fliehen zu wollen.

Madrid - Ungeachtet der kritischen Lage Spaniens am Anleihenmarkt ist die Regierung in Madrid zuversichtlich, dass das Land nicht unter den Euro-Rettungsschirm flüchten muss.

 “Selbstverständlich“ schließe die spanische Regierung diese Notwendigkeit aus, sagte Wirtschaftsminister Luis de Guindos am Montag vor Journalisten.

Die Risikoaufschläge für spanische Staatsanleihen waren am Montagmorgen auf einen neuen Rekordstand geklettert. Die Rendite für die richtungsweisende Anleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren war über die Marke von 7,5 Prozent gestiegen, ein Niveau, das auf Dauer für einen Staat als nicht finanzierbar gilt.

Randale bei Demonstrationen in Spanien

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Zehntausende Spanier protestieren gegen Sparmaßnahmen der Regierung. © dpa
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Zehntausende Spanier protestieren gegen Sparmaßnahmen der Regierung. © ap
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Zehntausende Spanier protestieren gegen Sparmaßnahmen der Regierung. © ap
Zehntausende Spanier protestieren gegen Sparmaßnahmen der Regierung. © ap

De Guindos bezeichnete die Zuspitzung der Lage an den Märkten als “unlogisch“. Es herrsche dort eine “extreme Nervösität“. Die Regierung habe wichtige Wirtschaftsreformen, Sparmaßnahmen und Maßnahmen zur Sanierung der Banken getroffen. Jetzt seien andere Initiativen nötig, betonte der Minister unter Anspielung auf den Wunsch Spaniens, dass die Europäische Zentralbank auf dem Schuldenmarkt massiv spanische Titel aufkaufen soll, um das Zinsniveau für das Euro-Krisenland zu drücken. EZB-Präsident Mario Draghi hatte dies am Wochenende erneut entschieden abgelehnt. Der spanische Wirtschaftsminister will am Dienstag in Berlin mit Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) zusammenkommen.

Bei einer Anhörung der Wirtschaftskommission im spanischen Parlament über die vereinbarte Euro-Bankenhilfe für die angeschlagenen spanischen Geldhäuser von bis zu 100 Milliarden Euro sagte De Guindos, dass der “niedrige“ Zinssatz für die Notkredite bei etwa 1,5 Prozent liegen werde. Die Tilgungsfristen würden auf maximal 15 Jahre und im Durchschnitt auf 12 Jahre festgelegt werden.

dpa

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