Zum vierten Mal in vier Jahren

Parlamentswahl in Spanien steht bevor - Ministerpräsident Sánchez warnt: „Ernsthafte Bedrohungen“

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Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez hat vor der Parlamentswahl vor der rechtsextremen  Vox-Partei gewarnt. 

Die Spanier sind bereits zum vierten Mal in vier Jahren zu Parlamentswahlen aufgerufen. Der amtierende Ministerpräsident Sánchez hat im Vorfeld Warnungen ausgesprochen. 

  • Am Sonntag (10. November 2019) finden die vierten spanischen Parlamentswahlen in vier Jahren statt. 
  • Ministerpräsident Sánchez warnt vor der Vox-Partei.
  • Die rechtsextreme Gruppierung könnte doppelt so viele Sitze wie bislang erringen.

Spanien - Kurz vor der spanischen Parlamentswahl am Sonntag hat Ministerpräsident Pedro Sánchez vor einer "aggressiven Politik der extremen Rechten" gewarnt. Spanien müsse sich "einigen ernsthaften Bedrohungen" und "dem Gespenst des Franquismus" stellen, sagte er am Freitag im Radiosender Cadena Ser. Sánchez warnte vor der Politik der rechtsextremen Vox-Partei, die an das Erbe des spanischen Diktators Francisco Franco anknüpft.

Vor Parlamentswahl in Spanien: Sánchez will Anhänger auf Twitter mobilisieren

„Diesen Sonntag haben wir als Demokraten ein unfehlbares Werkzeug, um die Ultrarechten aufzuhalten, um die Blockade zu durchbrechen und weiterhin unsere Rechte und Freiheiten zu vergrößern, um die Zukunft zu gewinnen und zu bewirken, dass Spanien Fortschritte macht, ohne jemand dabei abzuhängen“, heißt es beispielsweise in einem aktuellen Tweet des Präsidenten. 

In einem weiteren Aufruf an seine Wähler schreibt Sánchez, der Moment sei gekommen, in dem „wir uns mobilisieren“ müssen, denn dann könne sie niemand stoppen. 

Spanien: Vierte Parlamentswahl in vier Jahren

Zum vierten Mal in vier Jahren sind die Spanier am Sonntag zu Parlamentswahlen aufgerufen. Laut Umfragen ist der Sieg der sozialistischen Partei von Sánchez sicher. Es wird aber damit gerechnet, dass nach dem Urnengang keine stabile Regierung gebildet werden kann.

Parlamentswahl in Spanien: Vox-Partei könnte profitieren

Profitieren könnte bei der Wahl auch die Vox-Partei. Den Umfragen zufolge könnte die rechtsextreme Partei doppelt so viele Sitze wie bislang erringen, weil sie durch die Katalonien-Krise Aufwind erhalten hat. Bisher hatte sie 24 der 350 Sitze im Parlament inne.

AFP/ lros

Die Wahlentscheidung der Spanier könnte maßgeblich durch denKatalonien-Konflikt beeinflusst werden, der vor Kurzem erneut eskaliert ist. 

Auch in Deutschland hat die Thüringen Wahl mit dem Erstarken der AfD und der Linken ein politisches Durcheinander zurückgelassen, das die Koalitionsbildung erschwert. 

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