SPD-Landeschef: Schröder-Köpf ist "Frau von Format"

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Doris Schröder-Köpf freut sich am Mittwoch bei der Wahlkreiskonferenz der SPD in Hannover über ihre Nominierung für die Landtagswahl 2013 in Niedersachsen zusammen mit dem SPD-Spitzenkandidaten Stephan Weil.

Hannover - Doris Schröder-Köpf soll nach ihrer Nominierung zur Kandidatin für die Landtagswahl 2013 frischen Wind in die niedersächsische SPD bringen. Als Startkapital gibt's viel Lob vom Landesvorsitzenden.

“Sie ist eine Frau von Format und wird nicht nur viel Erfahrung, sondern auch viele neue Ideen einbringen“, sagte der Landeschef der Sozialdemokraten, Stephan Weil, am Donnerstag in Hannover. Zugleich lobte er die Arbeit der unterlegenen Konkurrentin Sigrid Leuschner. Schröder-Köpf, die Frau von Altkanzler Gerhard Schröder, hatte sich am Mittwoch auf einer Wahlkreiskonferenz in Hannover gegen ihre Konkurrentin Leuschner durchgesetzt.

Die Gerd-Show: Schröders Stationen

Die Gerd-Show: Schröders Stationen

Gerd-Show
Medienkanzler, Macho und Polterer: Gerhard Schröder © AP
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Von 1978 bis 1980 war Schröder Bundesvorsitzender der SPD-Jusos. Legendär: Als Jungpolitiker rüttelt er in Bonn am Zaun des Kanzleramts und brüllt: "Ich will da rein!" © AP
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Der Landesvater pafft Cohiba: Von 1990 bis 1998 ist Schröder Ministerpräsident von Niedersachsen. Bis 1994 in einer rot-grünen Koalition. Danach regiert seine SPD mit absoluter Mehrheit. © AP
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Machtwechsel: Im Herbst 1998 gewinnt Schröder die Bundestagswahl gegen Helmut Kohl. Zum zweiten Mal nach 1972 wird die SPD stärkste Partei. © dpa
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Die rot-grüne Koalition (Schröder mit Grünen-Chef Joschka-Fischer) nimmt sich viel vor: Atomausstieg, Ökosteuer, neues  Staatsbürgerschaftsrecht, Steuer- und Rentenreform. © AP
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Kritiker werfen der Regierung bald Dilletantismus vor. Dann schmeißt im März 1999 noch Oskar-Lafontaine als SPD-Chef und Finanzminister hin. Gerd übernimmt den Parteivorsitz (bis 2004). Beide pflegen bis heute eine herzliche Feindschaft. © dpa
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Dann häufen sich im ersten rot-grünen Regierungsjahr die Wahlniederlagen. Ein Bundesland nach dem anderen  und die Euopawahl gehen verloren. Da kommt unverhofft ein Lichtblick... © AP
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Die CDU-Spendenaffäre. Die Sympathiewerte für die Union purzeln in den Keller. SPD und Grüne punkten wieder beim Wähler - ohne dass Schröder  viel zu tun braucht. © dpa
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Beim Regieren setzt Schröder ohnehin stark auf Show und sein Charisma. 1999 tritt der Kanzler bei "Wetten Dass?" auf. © AP
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Im März 1999 wird es außenpolitisch zum ersten Mal Ernst für Rot-Grün. Die Regierung schickt (als erste nach1945) deutsche Soldaten in den Krieg gegen Jugoslawien. Viele Wähler der Grünen toben. © AP
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Die nächste Bewährungsprobe folgt am 11. September 2001. Islamistische Terroristengreifen die New York (Bild: Twin Towers) und Washington an. © dpa
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Schröder versichert den USA (hier mit Präsident George W. Bush) die "uneingeschränkte Solidarität" der Bundesrepublik. Deutschland beteiligt sich ab Oktober 2002 am Krieg gegen die Taliban in Afghanistan. © dpa
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Doch das Bündnis Schröder-Bush zerbricht im Sommer 2002. Die US-Regierung will den irakischen Diktator Saddam Hussein stürzen. Schröder: "Dieses Land wird unter meiner Führung für Abenteuer nicht zur Verfügung stehen." © dpa
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Bei seinem Anti-Kriegs-Kurs hat Schröder auch die anstehende Bundestagswahl (hier gegen Unions-Kandidat Edmund Stoiber im Fernsehduell) im Auge. Ein Irak-Krieg ist in Deutschland unpopulär. © AP
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Beim Elb-Hochwasser im Sommer 2002 punktet Schröder als Krisenmanager. PR-Manager Klaus Kocks meint: "Schröder hat in Gummistiefeln und grünem Bundeswehrparka den Christopherus und den Moses gegeben." © dpa
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Ab in die zweite Runde: Knapp gewinnt Rot-Grün im September 2002 die Bundestagswahl. © AP
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Schröders zweite Amtszeit ist geprägt vom Kampf gegen die Arbeitslosigkeit. Im März 2003 verkündet er die "Agenda 2010". Ziel: Die Reform des Arbeitsmarkts und des Sozialsystems. Von Anfang an hat er Linke und Gewerkschaften gegen sich. © dpa
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Spätestens 2005 wird es eng für die Bundesregierung. Nachdem im Mai die SPD krachend in NRW verliert, setzt Schröder auf Neuwahlen. Rot-Grün bringt kaum mehr ein Gesetz durch den Bundesrat. © AP
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Und da ist er wieder: Der Super-Wahlkämpfer Schröder. Aus einer praktisch aussichtslosen Position peitscht der begnadete Redner die SPD in den Umfragen nach vorne. © AP
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Doch am Ende scheitert Schröder ganz knapp. Sein letzter Erfolg: Er macht für seine SPD den Koalitionsvertrag mit der Union klar (hier mit Nachfolgerin Angela Merkel). © AP
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Nach seiner Kanzlerschaft wechselt Schröder in die Wirtschaft. Unter anderem ist er Aufsichtsratsvorsitzes bei der russisch-deutschen Ostsee-Pipeline von "Gazprom". So wird dem Altkanzler im Ruhestand jedenfalls nicht langweilig. © AP

dpa

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