Spielautomaten: Hersteller schlägt Kontrollkarte vor

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Spielautomaten stehen bei der Drogenbeauftragten der Bundesregierung  in der  Kritik: Bringt eine Chipkarte die Lösung?

Espelkamp - Gibt es das Spiel ums schnelle Glück bald nur noch mit Berechtigungskarte? Im Streit um ein mögliches Verbot von Spielautomaten in Gaststätten hat Marktführer Gauselmann eine Kontrolle per Chipkarte vorgeschlagen.

“Auf freiwilliger Basis sind wir bereit, eine Spielsperrkarte einzuführen“, sagte Unternehmenschef Paul Gauselmann am Donnerstag in Espelkamp. Grundsätzlich seien die Automaten dann für das unberechtigte Spielen gesperrt. Nur wer vom Gastwirt die Spielsperrkarte bekomme und diese in einen Schlitz des Geldspielautomaten steckt, könne spielen.

Am Vortag hatte die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans, gefordert, die etwa 70 000 Spielautomaten in Kneipen abzubauen. Sie begründet dies in erster Linie damit, dass Jugendliche dort an Geldspielgeräten spielen könnten, obwohl das Jugendschutzgesetz dies verbiete.

Der Vorschlag war sowohl vom Gesundheitsministerium als auch vom Wirtschaftsministerium abgelehnt worden. Nach Darstellung von Gauselmann belegen Studien, dass gegen den Jugendschutz in der Gastronomie in Bezug auf die Geldspielgeräte nur in Ausnahmefällen verstoßen werde. Wenn ein Verbot komme, hätte dies weitreichende Folgen für die Gaststätten, sagte der Unternehmer. Die Wirte machten rund die Hälfte der Umsätze mit den Geldspielgeräten.

dpa

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