Herrmann: Klubs sollen Millionen-Abgabe zahlen

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Bayerns Innenminister Joachim Herrmann.

München - Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) verlangt vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) und den Bundesliga-Vereinen Millionen-Investitionen in Fanprojekte und Stadionsicherheit.

"Ich verlange: Von den mehrere hundert Millionen Euro, die die Vereine zusätzlich durch die Fernsehrechte einnehmen, sollte man mindestens ein Prozent in zusätzliche Fanarbeit stecken", sagte Herrmann dem Münchner Merkur(Freitagsausgabe). "Die Vereine müssen nun eben ihre Hausaufgaben machen. Vom DFB erwarte ich einen Ausbau der präventiven Fanarbeit", sagte Herrmann. Er kritisierte den mitunter zu geringen Einsatz von Ordnern. "Ich habe präzise Erwartungen an die Vereine. Für die Sicherheit im Stadion sind sie verantwortlich, sie müssen genügend Ordner einsetzen. An der Sicherheit darf nicht gespart werden. Man kann nicht wie Düsseldorf oben mitspielen wollen und im Stadion dann so ein Chaos bieten", sagte Herrmann mit Blick auf das Skandalspiel gegen Berlin Mitte Mai.

Der CSU-Politiker forderte strengere Kontrollen am Einlass: "Wo es den Verdacht gibt, dass zum Beispiel Feuerwerkskörper ins Stadion gebracht werden, muss noch härter kontrolliert werden." Herrmann stellt sich allerdings gegen Forderungen einiger Innenminister-Kollegen. Ein Stehplatz-Verbot zu verlangen, sei "völlig überzogen", sagte er der Zeitung. Herrmann wendet sich auch explizit gegen die von Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) ins Spiel gebrachten elektronischen Fußfesseln für bekannte Hooligans: "Ich kann das nicht ganz nachvollziehen. Dafür fehlt die Rechtsgrundlage. Die Vereine sollten besser konsequent Stadionverbote aussprechen und bundesweit durchziehen."

mm

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