Seibert: "Es ist wie Abi und Führerscheinprüfung"

Berlin - Angela Merkels neuer Regierungssprecher Steffen Seibert hat sich zum ersten Mal den Fragen der Journalisten gestellt: Er sei optimistisch, aber nervös wegen seines neuen Jobs, sagt er.

Premiere für Steffen Seibert: Der neue Regierungssprecher hat sich am Montag erstmals den Fragen der Journalisten in der Bundespressekonferenz gestellt. Der bisherige ZDF-Moderator räumte Lampenfieber ein. “Ich bin echt nervös. Es ist wie Abi, Führerscheinprüfung und diverse andere Dinge zusammen. Ich hoffe, dass sich das irgendwann mal legt.“ Er sei “grundsätzlich optimistisch“.

Danach sprach er die Themen Pakistan-Hilfe und die “Energie-Reise“ von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) an. Der 50-Jährige löst Ulrich Wilhelm ab, der als Intendant zum Bayerischen Rundfunk wechselt. Seibert hat mit dem ZDF ein Rückkehrrecht vereinbart.

Merkel sagt Regierungssprecher Offenheit zu

Angela Merkel (CDU) hat ihrem neuen Regierungssprecher Steffen Seibert größtmögliche Offenheit zugesagt. Merkel meldete sich am Montag aus dem Urlaub zurück. Bei Seiberts offiziellem Amtsantritt sagte sie, er werde “Zugang haben zu den eigentlichen Ecken und Räumen und Teilen, wo wirkliche Entscheidungen fallen“. Sie neige dazu, möglichst nur die Ergebnisse der politischen Arbeit bekanntzugeben. “Wenn wir dazwischen eine gute Balance finden, dass sowohl ein Teil des Prozesses sichtbar wird als vor allen Dingen dann auch das Ergebnis, dann glaube ich, kann das eine gute Zusammenarbeit werden.“ Schmunzelnd ergänzte sie: “Ich werde versuchen, mich so vernünftig zu verhalten, dass Sie möglichst wenig Ärger mit mir haben.“

dpa

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