Stichwahl entscheidet über Polens Präsidenten

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Die Präsidentenwahl in Polen wird in einer Stichwahl entschieden. Nach ersten Prognosen lag der liberalkonservative Bewerber, der amtierende Parlamentschef Bronislaw Komorowski (l), deutlich vorn. Sein nationalkonservativer Herausforderer Jaroslaw Kaczynski (r), Zwillingsbruder des tödlich Verunglückten Präsidenten Lech Kaczynski, Holt aber immer mehr auf.

Warschau - Rund drei Monate nach dem Tod des Staatspräsidenten Lech Kaczynski ist Polen am Sonntag zur Wahl eines Nachfolgers aufgerufen. Über das künftige Staatsoberhaupt entscheidet eine Stichwahl.

Ungeachtet der Urlaubszeit zeichnete sich zunächst eine höhere Wahlbeteiligung als beim ersten Durchgang vor zwei Wochen ab. Insgesamt konnten sich die mehr als 30 Millionen Wahlberechtigten zwischen dem national-konservativen Oppositionsführer und Zwillingsbruder des Verunglückten, Jaroslaw Kaczynski, und dem proeuropäischen Parlamentschef Bronislaw Komorowski entscheiden. Der bisherige Präsident Lech Kaczynski war am 10. April bei einem Flugzeugabsturz in Russland ums Leben gekommen.

Eine Prognose zum Ausgang der Wahl wurde unmittelbar nach Schließung der Wahllokale um 20.00 Uhr erwartet. Erste Teilergebnisse sollten dann gegen 23.00 Uhr veröffentlicht und während der Nacht immer wieder aktualisiert werden. Das amtliche Endergebnis wurde für Montagnachmittag angekündigt.

Polens Präsident bei Absturz getötet

Polens Präsident bei Absturz getötet

Polens Präsident bei Absturz getötet
Bilder des Unglücks © ap
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Bilder des Unglücks © dpa
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Polens Präsident bei Absturz getötet
Bilder des Unglücks © dpa
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Polens Präsident bei Absturz getötet
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Polens Präsident bei Absturz getötet
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Polens Präsident bei Absturz getötet
Tupolew TU-154: Mit einer Maschine dieses Typs war der polnische Präsident unterwegs. © ap
Polens Präsident bei Absturz getötet
Besucher trauern am Präsidentenpalast in Warschau. © ap
Polens Präsident bei Absturz getötet
Besucher trauern am Präsidentenpalast in Warschau. © ap
Polens Präsident bei Absturz getötet
Besucher trauern am Präsidentenpalast in Warschau. © dpa
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Besucher trauern am Präsidentenpalast in Warschau. © dpa
Polens Präsident bei Absturz getötet
Besucher trauern am Präsidentenpalast in Warschau. © ap
Polens Präsident bei Absturz getötet
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Polens Präsident bei Absturz getötet
Bilder vom Unglück © dpa
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Polens Präsident bei Absturz getötet
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Polens Präsident bei Absturz getötet
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Polens Präsident bei Absturz getötet
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Polens Präsident bei Absturz getötet
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Polens Präsident bei Absturz getötet
Bilder vom Unglück © dpa
Polens Präsident bei Absturz getötet
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Den ersten Wahlgang hatte Komorowski mit 41,5 Prozent für sich entschieden, sein Herausforderer lag fünf Prozentpunkte hinter ihm. Auch diesmal galt der 58-jährige Komorowski als Favorit. Sein Gegenspieler konnte allerdings in jüngster Vergangenheit stark aufholen. Erwartet wurde ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit ungewissem Ausgang.

In den ersten zwei Stunden nach Öffnung der Wahllokale haben nach Angaben der staatliche Wahlkommission in Warschau 2,52 Prozent der Wahlbeteiligten ihre Stimme abgegeben. Am 20. Juni waren bis 8.00 Uhr nur 1,85 Prozent zu den Urnen gegangen. Im Falle einer niedrigen Wahlbeteiligung gingen Experten davon aus, dass dann der 61-jährige Kaczynski im Vorteil wäre, weil seine Wähler disziplinierter sind und seltener in den Sommerferien verreisen. Die Möglichkeit einer Briefwahl gibt es in Polen nicht. Am ersten Urnengang hatten sich 55 Prozent der Wahlberechtigten beteiligt.

Polen: Trauer um Opfer des Flugzeugabsturzes

Polen: Trauer um Opfer des Flugzeugabsturzes

Polen: Trauer um Opfer des Flugzeugabsturzes vom 10. April in Russland. © dpa
Polen: Trauer um Opfer des Flugzeugabsturzes vom 10. April in Russland. © dpa
Polen: Trauer um Opfer des Flugzeugabsturzes vom 10. April in Russland. © dpa
Polen: Trauer um Opfer des Flugzeugabsturzes vom 10. April in Russland. © dpa
Polen: Trauer um Opfer des Flugzeugabsturzes vom 10. April in Russland. © dpa
Polen: Trauer um Opfer des Flugzeugabsturzes vom 10. April in Russland. © dpa
Auch Angela Merkel trägt sich in das Kondolenzbuch für die Opfer des Flugzeugabsturzes ein. © dpa
Angela Merkel und ihr Mann Joachim Sauer. © dpa
Das hat Merkel in das Kondolenzbuch geschrieben. © dpa
Trauer auch in Berlin. © dpa
Polen: Trauer um Opfer des Flugzeugabsturzes vom 10. April in Russland. © dpa
Polen: Trauer um Opfer des Flugzeugabsturzes vom 10. April in Russland. © dpa
Polen: Trauer um Opfer des Flugzeugabsturzes vom 10. April in Russland. © dpa
Polen: Trauer um Opfer des Flugzeugabsturzes vom 10. April in Russland. © dpa
Polen: Trauer um Opfer des Flugzeugabsturzes vom 10. April in Russland. © dpa
Polen: Trauer um Opfer des Flugzeugabsturzes vom 10. April in Russland. © dpa
Schweigeminuten für die Opfer. Eine ganze Nation hält inne. © dpa
Schweigeminuten für die Opfer. Eine ganze Nation hält inne. © dpa
Polen: Trauer um Opfer des Flugzeugabsturzes vom 10. April in Russland. © dpa
Polen: Trauer um Opfer des Flugzeugabsturzes vom 10. April in Russland. © dpa
Polen: Trauer um Opfer des Flugzeugabsturzes vom 10. April in Russland. © dpa
Polen: Trauer um Opfer des Flugzeugabsturzes vom 10. April in Russland. © dpa
Polen: Trauer um Opfer des Flugzeugabsturzes vom 10. April in Russland. © dpa
Polen: Trauer um Opfer des Flugzeugabsturzes vom 10. April in Russland. © dpa
Das Präsidentenpaar Lech Kaczynski und seine Frau Maria. © dpa
Hier wird der Leichnam des polnischen Präsidenten von Russland in die Heimat transportiert. © dpa
Russlands Präsident Vladimir Putin nimmt Abschied und legt Blumen auf den Sarg Kaczynskis. © dpa
Putin nimmt Abschied. © dpa
Militärische Ehren für den toten Präsidenten. © dpa
Trauer auch in der russsichen Führungselite. © dpa
Polen: Trauer um Opfer des Flugzeugabsturzes vom 10. April in Russland. © dpa
Polen: Trauer um Opfer des Flugzeugabsturzes vom 10. April in Russland. © dpa
Kardinal Stanilsaw Dziwisz hält einen Trauergottesdienst. © dpa
Gedenken an die Opfer. © dpa
Der frühere polnische Präsident Lech Walesa zeigt sich schwer getroffen. © dpa
Fassungslosigkeit und tiefe Trauer bei Walesa und Millionen Polen. © dpa
Lech Walesa trägt sich in das Kondolenzbuch ein. © dpa
Blumen vor dem Polnischen Parlament in Warschau. © dpa
Trauer auch an einer polnischen Kirche in Paris. © dpa
Blumen und Kerzen an der polnischen Kirche in Paris. © dpa
Gedenken am Brandenburger Tor in Berlin. © dpa
Anteilnahme auf dem Pariser Platz in Berlin. © dpa
Polen: Trauer um Opfer des Flugzeugabsturzes vom 10. April in Russland. © dpa
Polen Trauer
Polen: Trauer um die Opfer des Flugzeugabsturzes vom 10. April in Russland. © ap/dpa
Polen Trauer
Polen: Trauer um die Opfer des Flugzeugabsturzes vom 10. April in Russland. © ap/dpa
Polen Trauer
Polen: Trauer um die Opfer des Flugzeugabsturzes vom 10. April in Russland. © ap/dpa
Polen Trauer
Polen: Trauer um die Opfer des Flugzeugabsturzes vom 10. April in Russland. © ap/dpa

Komorowski sagte nach seiner Stimmabgabe in Mackowa Ruda im Nordosten des Landes, er warte den Wahlausgang “sehr ruhig“ ab. Er angle, schlafe aus, faulenze und treffe sich mit Freunden. Beide Kontrahenten hatten bis Freitagabend um jede Stimme hart gekämpft, seit Samstag gilt Wahlruhe, Wahlkampf ist streng verboten.

Während des Wahlkampfs sprach sich Kaczynski für einen starken Nationalstaat aus, der die Ärmeren sowie die benachteiligten Teile des Landes unterstützt. Für Polen forderte er einen Platz unter den G20-Staaten. Komorowski wurde von der liberal-konservativen Regierungspartei Bürgerplattform (PO) von Ministerpräsident Donald Tusk aufgestellt. In der Außenpolitik setzt Komorowski auf die Europäische Union. Er gilt als deutschfreundlich. Seit dem Tod von Lech Kaczynski führt er kommissarisch die Geschäfte des Staatsoberhauptes.

Ein polnisches Staatsoberhaupt hat weite Kompetenzen in der Außen- und Sicherheitspolitik. Er kann zudem eigene Gesetzentwürfe vorlegen und vom Parlament beschlossene Gesetze mit seinem Veto blockieren.

dpa

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