Streit um Krawatte: Grünen-Abgeordneter legt Amt nieder

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Uwe Kekeritz (re., Bündnis 90/Die Grünen) und Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse (SPD).

Berlin - Der Streit um eine Krawatten-Pflicht im Bundestag hat zu ersten personellen Konsequenzen geführt: Uwe Kekeritz, Grünen-Abgeordneter aus Bayern, hat sein Schriftführeramt niedergelegt.

Aus Protest gegen die neuen Kleiderregeln für Schriftführer legte der Bundestagsabgeordnete Uwe Kekeritz von den Grünen sein Amt nieder, wie die “Hamburger Morgenpost“ (Mittwoch) berichtet.

“Ich ziehe eine Krawatte dann an, wenn ich es möchte, nicht wenn ich es muss“, sagte Kekeritz dem Blatt. Zuvor hatte der bayerische Grünen-Abgeordnete noch ein Gespräch mit Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) geführt, das aber keine Lösung brachte. “Dann eben nicht. Ich bin frei gewählter Abgeordneter, auch wenn ich als Schriftführer auf dem Podium im Plenum sitze. Die beiden Funktionen sind untrennbar“, sagte Kekeritz.

Der Krawatten-Streit sorgt schon länger für Turbulenzen: Das Bundestagspräsidium hat beschlossen, dass die Schriftführer, die neben dem Bundestagspräsidenten oder einem seiner Stellvertreter Platz nehmen, mit Schlips erscheinen müssen - soweit es sich um Männer handelt. Als Abgeordnete von der Linken und den Grünen im Januar ohne Schlips zur Plenarsitzung erschienen, durften sie nicht als Schriftführer in Aktion treten.

dpa

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