Struck für Karsai-Rede im Bundestag

Peter Struck (SPD): Der Bundestag sollte überlegen, ob er den afghanischen Präsidenten bei seinem nächsten Berlin-Besuch nicht einladen sollte, für den deutschen Einsatz zu werben.
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Peter Struck (SPD): Der Bundestag sollte überlegen, ob er den afghanischen Präsidenten bei seinem nächsten Berlin-Besuch nicht einladen sollte, für den deutschen Einsatz zu werben.

Berlin - SPD-Fraktionschef Peter Struck hat in der Debatte um den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr dafür plädiert, den afghanischen Präsidenten Hamid Karsai vor dem Bundestag für den Einsatz werben zu lassen.

Zwar müsse man mit solchen Einladungen sparsam sein, sagte er der “Bild“-Zeitung. “Aber der Bundestag sollte überlegen, ob er den afghanischen Präsidenten bei seinem nächsten Berlin-Besuch nicht einladen sollte, für den deutschen Einsatz zu werben.“

Eine Mehrheit der Bundesbürger ist laut Meinungsumfragen gegen den Afghanistan-Einsatz. Auf die Frage, wie lange ein demokratischer Staat das aushalten könne, sagte Struck, es werde nicht einfacher. Aber er habe in 29 Bundestagsjahren die wichtige Erfahrung gemacht: “Ein Politiker darf den Bürgern nicht nach dem Mund reden. Wir müssen den Menschen noch besser erklären, warum der Einsatz am Hindukusch so wichtig ist.“

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) verleiht heute in Berlin erstmals das Ehrenkreuz der Bundeswehr für Tapferkeit. Die Auszeichnung erhalten vier Soldaten, die sich im Oktober 2008 nach einem Selbstmordanschlag in der Nähe von Kundus in Nordafghanistan selbstlos um ihre Kameraden gekümmert hatten. Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) hatte die neue Medaille angeregt, um Soldaten für Einsätze, “die weit über das erwartete Maß an Tapferkeit hinausgehen“, zu ehren.

dpa

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