Studie:

Rechts-Parteien in Europa auf dem Vormarsch

Berlin - In Europa finden rechtspopulistische Parteien derzeit besorgniserregend viel Zuspruch, wie aus einer Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung hervorgeht.

Fachleute beobachten mit Sorge einen Aufstieg rechtspopulistischer Parteien in Europa. „Rechts- und nationalpopulistische Parteien konnten sich fast überall in Europa als relevante politische Kräfte etablieren“, heißt es in einer Studie der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung, die am Montag in Berlin vorgestellt wurde. Dies gehe zulasten aller traditionellen Parteien. Der Erfolg der EU-Gegner sei bemerkenswert, und rechtspopulistische Parteien spielten dabei eine Vorreiterrolle.

Zusätzlich zu Elitenkritik, Fremden- und Islamfeindlichkeit zeichneten sie ein „Feindbild Europa“. Dies beeinflusse etablierte Parteien in der EU, die Parteienlandschaft in vielen europäischen Ländern verändere sich dauerhaft. „Nationale Politik und Europapolitik stehen in vielen Ländern durch die harten Forderungen von Rechts- und Nationalpopulisten unter Druck“, schreiben die Studienautoren.

Um solchen Tendenzen entgegenzutreten, raten sie unter anderem dazu, komplexe Sachverhalte in der Europapolitik verständlich zu erklären, die Vorteile der Europäischen Integration klar herauszustellen und die Botschaften der Rechtspopulisten durch direkte thematische Auseinandersetzung zu „entzaubern“.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Meistgelesen

Die Vereidigung von Bundespräsident Steinmeier im Ticker zum Nachlesen
Die Vereidigung von Bundespräsident Steinmeier im Ticker zum Nachlesen
London: „Ermittlungsoffensive“ läuft - zwei weitere Festnahmen
London: „Ermittlungsoffensive“ läuft - zwei weitere Festnahmen
Trump und Merkel im News-Ticker: Das war die Pressekonferenz
Trump und Merkel im News-Ticker: Das war die Pressekonferenz
Kabinett will verurteilte Homosexuelle rehabilitieren
Kabinett will verurteilte Homosexuelle rehabilitieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion