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Ukraine-Krieg: Frau stiehlt schlafenden Russen Munition - und gibt sie an Verteidiger weiter

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Von: Patrick Mayer, Christoph Gschoßmann, Franziska Schwarz, Fabian Müller

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In der Nacht auf Dienstag kam es zu Explosionen in Lwiw. Die Nato rechnet mit einer russischen Ost-Offensive im Ukraine-Krieg. Der News-Ticker.

Update vom 6. April, 14.30 Uhr: Eine ältere Ukrainerin soll im Alleingang russische Soldaten „entwaffnet“ haben. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wirft Russland vor, Hunger gezielt als Kriegswaffe einzusetzen. Und in umkämpfen Gebieten wie Mariupol sollen im Ukraine-Krieg Fluchtkorridore eingerichtet werden. Weitere aktuelle Informationen finden Sie nun in unserem neuen News-Ticker zu den militärischen Kämpfen im Russland-Ukraine-Krieg. Setzt Russland mobile Krematorien ein?

Update vom 6. April, 13.15 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat der russischen Führung vorgeworfen, Hunger als Kriegswaffe einzusetzen. Russlands Armee zerstöre die Lebensgrundlage der Menschen und blockiere die Häfen des Landes, sagte Selenskyj bei einer per Videochat übertragenen Ansprache an das irische Parlament in Dublin am Mittwoch.

Er fügte hinzu: „Warum tun sie das? Weil sie Hunger als Waffe gegen uns, gegen einfache Menschen als Instrument der Unterdrückung einsetzen. “Selenskyj warnte zudem vor einer globalen Hungerkrise infolge der russischen Invasion in sein Land, da die Ukraine bislang ein wichtiger Exporteur von Getreide war.

Der irischen Regierung dankte Selenskyj auch für ihre humanitäre und finanzielle Unterstützung sowie für die Aufnahme von Flüchtlingen. Irlands Premier Micheal Martin versprach weitere Hilfe sowie Unterstützung bei dem Bestreben Kiews, ein Mitglied der Europäischen Union zu werden. Der irische Regierungschef kündigte auch an, sich für weitere Sanktionen einzusetzen: „Wir wollen schwerst mögliche Sanktionen gegen Russland“, sagte Martin.

Ukraine-Krieg: Elf Evakuierungsrouten mit Russland offenbar vereinbart worden

Update vom 6. April, 12.50 Uhr: Wie die stellvertretende ukrainische Premierministerin Iryna Vereshchuk am Mittwoch mitteilte, sind elf Evakuierungsrouten mit Russland vereinbart worden, unter anderem aus Mariupol.

Update vom 6. April, 12.00 Uhr: Die ostukrainische Großstadt Charkiw ist nach Behördenangaben in der Nacht wieder Ziel zahlreicher Attacken der russischen Streitkräfte gewesen. Es habe 27 Angriffe mit verschiedenen Waffen gegeben, schrieb der Gouverneur des gleichnamigen Gebiets, Oleh Synjehubow, am Mittwoch im Nachrichtendienst Telegram. „Der Feind will uns demoralisieren und führt weiterhin chaotische Schläge gegen die zivile Infrastruktur aus.“

Synjehubow teilte auch mit, dass bei der Stadt Isjum gekämpft werde. „Unsere Streitkräfte halten die Stellungen. (...) Die Russen versuchen durchzubrechen, aber sie scheitern und erleiden stattdessen schwere Verluste.“ Der ukrainische Generalstab schätzt, dass seit Beginn der Invasion insgesamt etwa 18 600 russische Soldaten getötet wurden. Die Angaben sind nicht unabhängig zu überprüfen. Russland hatte als letzte Zahl 1351 getötete Soldaten genannt.

Ukraine-Krieg: Fluchtkorridore für Zivilisten aus Mariupol und anderen umkämpften Gebieten

Update vom 6. April, 11.00 Uhr: Fluchtkorridore im Ukraine-Krieg – Für die Zivilbevölkerung in den umkämpften Städten sind am Mittwoch nach Angaben der ukrainischen Regierung elf Fluchtkorridore eingerichtet worden. Aus der besonders schwer von russischen Angriffen betroffenen Stadt Mariupol im Süden soll ein Weg für Privatfahrzeuge in Richtung der Stadt Saporischschja führen, wie Vizeregierungschefin Irina Wereschtschuk mitteilte. Aus der Stadt Berdjansk sowie aus weiteren Orten im Osten sollen Zivilisten mit Bussen abgeholt werden, aber auch mit Autos fliehen können.

Aus umkämpften Gebieten im Osten des Landes führten fünf Korridore in die Stadt Bachmut, schrieb Wereschtschuk in ihrem Nachrichtenkanal bei Telegram. Die Routen werden jeden Tag neu angekündigt. Russland und die Ukraine werfen sich gegenseitig vor, die Evakuierung von Ortschaften und Städten zu sabotieren.

Ukraine-Krieg: Russland setzt offenbar Luftangriffe fort – Raketeneinschläge in Lwiw

Update vom 6. April, 10.45 Uhr: Die russischen Truppen haben nach eigenen Angaben ihre Luftangriffe auf Ziele in der Ukraine fortgesetzt. Dabei seien ein Flugabwehrraketensystem vom Typ Osa, fünf Munitions- und Treibstofflager sowie elf Militärstützpunkte der ukrainischen Armee zerstört worden, sagte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, am Mittwoch. Insgesamt habe die russische Armee 24 militärische Ziele im Nachbarland getroffen. Diese Angaben konnten nicht unabhängig überprüft werden. Allerdings bestätigte die Ukraine Raketeneinschläge in den Gebieten Lwiw, Winnyzja und Dnipro. Im ostukrainischen Gebiet Dnipro soll dabei ein Treibstofflager getroffen worden sein.

Update vom 6. April, 10.10 Uhr: Nach den 35 Tagen russischer Besatzung in dem Kiewer Vorort Hostomel werden nach ukrainischen Angaben rund 400 Bewohner vermisst. Das sagte der Chef der lokalen Militärverwaltung, Taras Dumenko, einem lokalen Radiosender, wie die Internetzeitung Ukrajinska Prawda in der Nacht zu Mittwoch berichtete. Behörden seien nun dabei, die Keller in dem Ort zu inspizieren.

Es fehle etwa jede Spur von dem Ehemann und dem Sohn einer Ärztin aus dem Ort, die vor zwölf Tagen mitgenommen worden seien. Man könne etwa auch Leichen von Personen nicht finden, von denen man wisse, dass sie getötet worden seien, heißt es weiter. In Hostomel selbst seien nicht so viele Leichen gefunden wurden, aber etwas weiter entfernt von dem Ort, sagte Dumenko. Mehrere Bewohner von Hostomel seien auch in Butscha gefunden worden.

Ukraine-Krieg: Frau stiehlt schlafenden Russen Munition - und gibt sie an Verteidiger weiter

Update vom 6. April, 9.45 Uhr: Im Gebiet Kiew hat im Ukraine-Krieg eine ältere Frau nach Medienberichten von russischen Einheiten Munition gestohlen, während diese schliefen. Ihre „Beute“ habe sie dann im Hasenstall versteckt und später an ukrainische Soldaten übergeben, berichtete die ukrainische Agentur Unian in der Nacht zu Mittwoch unter Berufung auf ein vom Berater des ukrainischen Innenministeriums, Anton Heraschtschenko, in seinem Telegram-Kanal geteilten Video.

Die Frau habe gesagt, dass sie keine Angst gehabt habe, als die russischen Truppen in ihr Dorf Peremoha kamen, schreibt Unian. Sie habe aber beschlossen, diese zu „entwaffnen“. Als nun kürzlich ukrainische Truppen in ihr Dorf kamen, habe sie den Soldaten die Munition übergeben.

Ukraine-Krieg: Explosionen in Lwiw – Menschen flüchten aus umkämpften Gebieten

Update vom 6. April, 9.30 Uhr: In einer in der Nacht verbreiteten Videobotschaft, sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, dass die ukrainischen Streitkräfte die meisten Gebiete hielten, in die Russland versucht habe vorzudringen. Am schwierigsten sei die Lage im Donbass und im Gebiet Charkiw im Osten des Landes. Russland sei zudem im Ukraine-Krieg dabei, mehr Truppen für eine neue Offensive in die Ukraine zu schicken. Ukrainische Medien berichteten in der Nacht über Explosionen in den Gebieten Lwiw (Lemberg) im Westen und Dnipropetrowsk im Südosten des Landes. Informationen über Opfer oder Schäden gab es aber vorerst nicht.

Am Dienstag war es nach Angaben aus Kiew gelungen, 3800 Menschen aus umkämpften Gebieten zu retten, darunter rund 2200 Menschen aus der größtenteils zerstörten Stadt Mariupol und dem nahen Berdjansk. Das russische Verteidigungsministerium meldete laut Agentur Tass, binnen 24 Stunden seien mehr als 18 600 Menschen aus „gefährlichen Bezirken“ der Ukraine, der Region Luhansk und Donezk gerettet worden. Zugleich kündigte das Verteidigungsministerium weitere Gefechte um Mariupol an, da die Ukraine Aufforderungen zum Abzug ignoriere.

Ukrainische Nationalgarde in Tschernobyl - Borodyanka schlimmer als Butscha?

Update vom 5. April, 20.42 Uhr: Wie das osteuropäische Medium Nexta berichtet, ist die Ruine des ehemaligen Atomkraftwerks Tschernobyl unter Kontrolle der Ukraine. Truppen der Nationalgarde sollen dort eingetroffen sein.

Weiter berichtet Nexta, dass die Situation in Borodyanka möglicherweise schlimmer sein könnte als in Butscha. Dazu twitterte sie ein Video einer verlassenen und zerbombten Straße. Der Ort Borodyanka liegt in unmittelbarer Nähe von Bucha.

Ukraine-Krieg: Nato erwartet verstärkte Offensive Russlands in Ost- und Südukraine

Update vom 5. April, 17.37 Uhr: Die Nato erwartet in den kommenden Wochen eine verstärkte russische Offensive im Osten und im Süden der Ukraine. Russland werde versuchen, den gesamten Donbass einzunehmen und eine Landbrücke zur bereits besetzten ukrainischen Halbinsel Krim zu schaffen, sagte Generalsekretär Jens Stoltenberg am Dienstag bei einer Pressekonferenz.

Die deutliche Truppenbewegung weg von der Hauptstadt Kiew hat nach Einschätzung des Militärbündnisses damit zu tun, dass sich der Fokus der russischen Streitkräfte nun in Richtung Osten verlagert. Die Truppen werden demnach neu gruppiert und neu bewaffnet.

Russland-Ukraine-Krieg: Angeblich 18.500 russische Soldaten getötet oder verwundet

Update vom 5. April, 13.55 Uhr: Nach Angaben aus dem Westen und des Verteidigungsministeriums in Kiew sind die Verluste in der russischen Invasionsarmee weiterhin hoch. Nach Einschätzung britischer Geheimdienste haben die ukrainischen Streitkräfte zum Beispiel wichtige Regionen im Norden des Landes von den Russen zurückerobert. Fotos aus Irpin, Butscha und Hostomel nordwestlich der Hauptstadt zeigen das Ausmaß der Kämpfe.

Das Nachrichtenportal The Kyiv Independent beruft sich auf die ukrainische Armee und schreibt in einer Aktualisierung am Dienstag von angeblich mehr als 18.500 getöteten oder verwundeten russischen Soldaten. Zudem hätten die Truppen Moskaus angeblich 676 Panzer, 150 Flugzeuge und 134 Helikopter verloren. Ferner seien 1858 militärische Radfahrzeuge für Infanterie und 332 Artilleriegeschütze entweder zerstört oder erobert worden, heißt es in dem Beitrag. Unabhängig verifizieren lassen sich diese Zahlen allerdings nicht.

Russland-Ukraine-Krieg: Neue Zahlen zu getöteten Zivilisten veröffentlicht

Update vom 5. April, 13.40 Uhr: Die Bilder des Massakers von Butscha versetzen die Weltöffentlichkeit unter Schock. Offenbar wurden nordwestlich der Hauptstadt Kiew etliche ukrainische Zivilisten systematisch von russischen Soldaten ermordet. Verifizieren lassen sich die Berichte derzeit nicht. Aber: Immer wieder gibt es Berichte und Bilder getöteter Zivilisten.

Wie das unabhängige osteuropäische Nachrichtenportal NEXTA berichtet, wurden laut Schätzungen des Büros des UN-Hochkommissars für Menschenrechte zwischen dem 24. Februar - also nach Ausbruch der Kämpfe - und dem 3. April im Russland-Ukraine-Krieg 1430 Zivilisten getötet und 2097 Zivilisten verwundet.

Russland-Ukraine-Krieg: Vor Mariupol sinkt ein riesiger Frachter

Update vom 5. April, 13.20 Uhr: In der südostukrainischen Hafenstadt Mariupol sinkt aktuell ein ausländischer Frachter. Das berichten sowohl der ukrainische Grenzschutz als auch die prorussischen Separatisten in der Region. Demnach sei auf dem 130 Meter langen Frachter „Azburg“ ein Feuer ausgebrochen, dass sich nicht mehr kontrollieren ließe.

Beide Seiten beschuldigen sich gegenseitig des Beschusses des ausländischen Handelsschiffes, das unter der Flagge des karibischen Inselstaates Dominica fährt. Laut ukrainischem Grenzschutz sei die Besatzung von Bord geholt worden - darunter seien auch mehrere Verletzte. Die russische Seite wirft den ukrainischen Verteidigern der Großstadt vor, die Hafenanlagen angeblich bewusst zu zerstören.

Ein russischer Soldat steht auf einem Dach über der völlig zerstörten südostukrainischen Stadt Mariupol.
Ein russischer Soldat steht auf einem Dach über der völlig zerstörten südostukrainischen Stadt Mariupol. © IMAGO / ITAR-TASS

Update vom 5. April, 10.57 Uhr: In der Region Sumy sind offenbar die Leichen von mindestens drei misshandelten Zivilisten gefunden worden. Darüber berichtet der örtliche Gouverneur Dmytro Zhyvytskydas laut einem Bericht des ukrainischen Nachrichtenportals The Kyiv Independent. Die toten Körper seien dort gefunden worden, wo zuvor russische Truppen stationiert waren. Die Meldung ist nicht durch unabhängige Quellen geprüft. Vor zwei Tagen, am 3. April, habe sich die russische Armee aus der Region Sumy zurückgezogen.

Ukraine-Krieg: Satellitenbilder sollen Massaker in Butscha bestätigen

Update vom 5. April, 9.33 Uhr: Russland behauptet, die Gräueltaten von Butscha seien von der Ukraine inszeniert - die Leichen auf den Straßen seien erst nach dem Abzug der russischen Truppen platziert worden. Videos und Satellitenbilder aus dem Kiewer Vorort sollen diese Behauptung laut einem Bericht der New York Times nun widerlegen. Die Satellitenaufnahmen zeigten, dass sich die Überreste mehrerer Menschen bereits Mitte März auf der Straße in Butscha befanden, schrieb die Zeitung in der Nacht zum Dienstag.

Butscha
Dieses von Maxar Technologies bereitgestellte Satellitenbild zeigt einen Überblick über zerstörte Häuser und Fahrzeuge in einer Straße in Butscha. © Uncredited/Maxar Technologies/AP/dpa

Ukraine-Krieg: Sieben Fluchtkorridore für Zivilisten - Russland blockiert angeblich Hilfskonvois

Update vom 5. April, 9.15 Uhr: Der ukrainischen Vize-Regierungschefin Iryna Wereschtschuk zufolge wurden Mitarbeiter des Roten Kreuzes, die zwischenzeitlich in der westlich von Mariupol gelegenen Ortschaft Manhusch festgehalten worden sein sollen, mittlerweile wieder freigelassen. Das Rote Kreuz solle am Dienstag einen neuen Versuch starten, Menschen in Bussen aus Mariupol in die Stadt Saporischschja zu bringen.

Ukraine geht von „massivem Angriff“ Russlands auf die Truppen in der östlichen Region Luhansk aus

Update vom 4. April, 21.20 Uhr: Die russischen Streitkräfte bereiten nach ukrainischen Angaben einen „massiven Angriff“ auf die Truppen in der östlichen Region Luhansk vor. Es werde Ausrüstung und Treibstoff gebracht sowie die Truppen verstärkt, teilte der Gouverneur der Region, Serhij Gaidaj, am Montag mit. „Wir glauben, dass sie sich auf einen massiven Angriff vorbereiten.“

„Die Bombardements werden immer dichter“, sagte Gaidaj in einer Videobotschaft. Er forderte die Bewohner auf, die Region so schnell wie möglich zu verlassen. „Wartet nicht darauf, dass eure Häuser zerbombt werden“, rief er die Menschen auf. Bei der Explosion einer Mine seien am Sonntag „zwei Freiwillige“ getötet worden, sagte er weiter. Beim Angriff auf eine Kirche wurden demnach zwei Priester verletzt.

Ukraine-Krieg: Russland-Abzug aus nächster Region - erneut Angriff auf Odessa gemeldet

Erstmeldung vom 4. April: Sumy/Kiew - Russische Truppen sollen damit begonnen haben, sich aus der ostukrainischen Region Sumy zurückzuziehen. Es sei aber noch zu früh, um von einer Befreiung der Region zu sprechen, sagte der Chef der Gebietsverwaltung von Sumy, Dmytro Schywyzkyj, der Agentur Unian zufolge in der Nacht zu Montag in einer Videobotschaft.

In der vergangenen Woche war demnach eine größere Zahl russischer Truppen in der Region festgestellt worden, es habe viele Angriffe auch auf Zivilisten gegeben. Russische Militärfahrzeuge seien über einen Korridor von Kiew und Tschernihiw zurück Richtung Russland gebracht worden. Nun habe man dort viele zerstörte russische Panzer und andere militärische Ausrüstung gesehen.

Ukraine-Krieg-News: Weitere Raketen auf umkämpfte Hafenstadt Odessa

Russische Truppen haben unterdessen die südukrainische Hafenstadt Odessa nach Angaben der Regionalverwaltung in der Nacht zum Montag erneut mit Raketen angegriffen. Dies teilte die Behörde auf Facebook mit. Einzelheiten sollten später bekannt gegeben werden. Von russischer Seite gab es zunächst keine Bestätigung.

Die Millionenstadt am Schwarzen Meer war bereits am Wochenende mit Raketen angegriffen worden. Aus dem Verteidigungsministerium in Moskau hieß es dazu, von Schiffen und Flugzeugen aus seien eine Ölraffinerie und drei Treibstofflager in der Nähe der Stadt beschossen worden.

Nach Gräueltaten in Butscha im Ukraine-Krieg: Selenskyj appelliert an Merkel

Am Freitag (1. April) wurde begonnen, die bisher 410 geborgenen Leichen aus der Region Kiew zu obduzieren. Außerdem begannen die Ermittlungen zu den Verbrechen im Kiewer Vorort Butscha. Das teilte die ukrainische Generalstaatsanwaltschaft mit.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj* befürchtet noch schlimmere Verbrechen. Er lud die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel zu einer Butscha-Reise ein. Merkel* könne sich dort - ebenso wie der ehemalige französische Präsident Nicolas Sarkozy - ein Bild von ihrer gescheiterten Russland-Politik der vergangenen Jahre machen, so Selenskyj in einer Videobotschaft.

Die Bilder aus dem Kiewer Vorort Butscha, wo nach dem Abzug russischer Truppen zahlreiche Leichen von Bewohnern auf den Straßen gefunden worden waren, sorgten international für Entsetzen*. Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) kündigte als Reaktion weitere Russland-Sanktionen an. Moskau bestreitet eine Verantwortung. (dpaAFP/frs) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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