Taliban wollen am Freitag mit Frühjahrsoffensive beginnen

+
Die Taliban versicherten, sie würden keine Zivilisten angreifen. Foto: Watan Yar

Kabul (dpa) - Die Taliban haben für Freitag den Beginn ihrer ersten Frühjahrsoffensive seit dem Ende des offiziellen Nato-Kampfeinsatzes in Afghanistan angekündigt. Die Operation "Asm" (Entschlossenheit) werde um 5.00 Uhr am 24. April beginnen, teilten die Aufständischen mit.

Hauptziele seien "die ausländischen Besatzer", diplomatische Vertretungen, Angehörige des "Handlanger-Regimes" und afghanische Sicherheitskräfte. Eingesetzt werden würden Selbstmordattentäter und Schläfer, die in die Sicherheitskräfte eingeschleust würden.

Der Nato-Kampfeinsatz wurde zum Jahreswechsel von der kleineren Mission "Resolute Support" abgelöst, die offiziell der Ausbildung und Unterstützung afghanischer Sicherheitskräfte dient. Basis dafür war ein Sicherheitsabkommen Afghanistans mit den USA.

Die Taliban kritisierten nun, mit dem Abkommen würden die "Kreuzzügler die Kontrolle über unser Land behalten". Sie riefen Mitarbeiter der Regierung auf, die Seiten zu wechseln. "Die Mudschaheddin sind bereit dazu, all jenen Beamten und Personen sichere und friedliche Lebensbedingungen zu bieten, die die Reihen der Feinde verlassen."

Die Taliban versicherten, sie würden keine Zivilisten, Schulen, Krankenhäuser oder öffentlichen Plätze angreifen. Solche Versicherungen haben sich in der Vergangenheit als falsch herausgestellt. Die Vereinten Nationen machen die Taliban für die Mehrzahl der zivilen Opfer in Afghanistan verantwortlich.

Taliban-Statement (Englisch)

Auch interessant

Meistgelesen

Frankreich-Besuch: Paraden begeistern Trump - „Get Lucky“-Cover eher nicht
Frankreich-Besuch: Paraden begeistern Trump - „Get Lucky“-Cover eher nicht
Attentat in Jerusalem: Zwei Polizisten sterben
Attentat in Jerusalem: Zwei Polizisten sterben
Tempelberg-Krise eskaliert: Drei Tote, 400 Verletzte
Tempelberg-Krise eskaliert: Drei Tote, 400 Verletzte
Abschaffung von „Obamacare“: Debakel für Trump
Abschaffung von „Obamacare“: Debakel für Trump

Kommentare