Tansania darf kein Elfenbein verkaufen

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Ein Mann läuft in Skukuza im Krüger-Nationalpark durch ein Lagerhaus mit mehr als 50 Tonnen Elfenbein (Archivbild).

Doha - Tansania ist mit dem Versuch gescheitert, das Handelsverbot für Elefantenprodukte zu lockern. Worum es bei diesem Elfenbein-Streit geht:

Die Vertragsstaatenkonferenz des Washingtoner Artenschutzabkommens CITES im Emirat Katar hat am Montag den Antrag des Landes abgelehnt, den eingeschränkten Handel mit Elefanten, Häuten und Lederwaren aus dem ostafrikanischen Land wieder zu erlauben. Auch der Vorschlag, den Verkauf von alten Elfenbeinbeständen zu genehmigen, wurde nach Angaben des CITES-Sekretariats nicht angenommen.

Der Staat Tansania wollte rund 90 000 Kilogramm Elfenbein, das er von verendeten Elefanten und ertappten Wilderern eingesammelt hatte, nach Asien verkaufen. Artenschützer gaben jedoch zu bedenken, dass dieser einmalige Verkauf die Wilderer in Tansania animieren könnte, noch weitere Tiere zu töten. Außerdem sei das nationale Programm zum Schutz der Elefanten nicht optimal.

Tansania habe nicht nur eine ansteigende Wilderei, sondern auch eine nachlässige Bestrafung der Wilderer, sagte Volker Homes von der Umweltstiftung WWF. Im Laufe des Montags sollte unter anderem noch über einen Antrag Sambias abgestimmt werden, das ebenfalls Elfenbein verkaufen möchte.

dpa

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