Große Sorgen um Timoschenko

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Julia Timoschenko ist seit Freitagabend im Hungerstreik.

Berlin - Julia Timoschenko ist seit Freitagabend im Hungerstreik, um gegen körperliche Gewalt im Gefängnis zu demonstrieren. Die Bundesregierung zeigt sich deshalb "in tiefer Sorge" um ihren Gesundheitszustand.

Anlässlich des Hungerstreiks von Julia Timoschenko ist die Bundesregierung „in tiefer Sorge“ über den Gesundheitszustand der ukrainischen Oppositionsführerin. Diese Sorge gelte auch den anderen Oppositionellen in ukrainischer Haft, erklärte Außenminister Guido Westerwelle am Mittwoch in Berlin. Die Bundesregierung erwarte, dass Timoschenko und den anderen ehemaligen Kabinettsmitgliedern eine angemessene medizinische Behandlung zukomme.

Westerwelle betonte, die Regierung in Kiew müsse ihre eindeutige rechtliche Verpflichtung zu einer umfassenden medizinischen Behandlung einhalten.

„Das Angebot der Bundesregierung für eine medizinische Behandlung von Julia Timoschenko in Deutschland steht“, sagte Westerwelle. Er habe dieses noch einmal persönlich seinem ukrainischen Amtskollegen unterbreitet.

Die Anfrage der ukrainischen Regierung für medizinische Hilfe aus Deutschland habe man zur Kenntnis genommen, sagte der FDP-Politiker. Nun werde geprüft, „ob und unter welchen Voraussetzungen“ dies ein sinnvoller medizinischer Beitrag sein könne.

Timoschenko befindet sich nach Angaben ihres Anwalts seit Freitagabend in einem Hungerstreik. Ihr Anwalt Sergej Wlasenko erklärte, seine Mandantin wolle damit gegen körperliche Gewalt durch Gefängnisaufseher protestieren. Sie sei in der vergangenen Woche von den Aufsehern in den Bauch getreten worden, als diese sie mit Gewalt in ein Krankenhaus gebracht hätten.

dapd

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