Blair entschuldigt sich für Tote im Irak

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Bittet um Entschuldigung: Ex-Premierminister Tony Blair.

London - Der ehemalige britische Premierminister Tony Blair hat erneut vor dem Untersuchungsausschuss zum Irakkrieg ausgesagt. Er entschuldigte sich für die getöteten Soldaten und Zivilisten im Irak.

Es war bereits der zweite Auftritt des 57-jährigen ehemaligen Regierungschefs vor der fünfköpfigen Kommission. “Ich will hiermit klarstellen, dass ich die Verluste an Menschenleben zutiefst bedauere,“ sagte Blair.

Unter anderem veröffentlichte das Panel ein Memo von Blair von 2002 an den damaligen Stabschef der Streitkräfte, Jonathan Powell, in dem Blair argumentiert, gegen Saddam Husseins Regime müsse entschlossen vorgegangen werden. Kritiker des Waffengangs von 2003 hoffen, dass der Ausschuss zu dem Schluss gelangen wird, dass Blair bereit war, den Feldzug unter allen Umständen zu unterstützen, egal, ob er dafür eine Mehrheit der Briten oder des Parlaments hinter sich wusste.

Auch habe er keine rechtlichen Bedenken gelten lassen, werfen Kritiker dem früheren Premier vor. Manche der Zuschauer im Sitzungssaal brachen in Tränen aus. Angehörige von getöteten britischen Soldaten beschimpften den Expremier. “Ihre Lügen haben meinem Sohn das Leben gekostet. Ich hoffe Sie können damit leben,“ rief Rose Gentle, deren 19-jähriger Sohn 2006 während seines Einsatzes in der südirakischen Stadt Basra ums Leben kam.

dapd

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