Tote bei Gewalt im Gazastreifen

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Bei einem Raketenangriff auf einen Schulbus in ISrael wurden zwei Kinder verletzt.

Jerusalem - Die Gewalt an der Grenze zum Gazastreifen eskaliert: Nach einem Raketenangriff auf einen Schulbus wurden bei dem bislang heftigsten Vergeltungsangriff vier Palästinenser getötet.

Israel hat auf einen Raketenangriff aus dem Gazastreifen am Donnerstag mit der bislang schärfsten militärischen Vergeltung seit dem Gaza-Krieg reagiert und mindestens vier Palästinenser getötet. 32 weitere wurden teils schwer verletzt, wie Sanitäter weiter mitteilten. Zuvor hatte eine Rakete im Süden Israels einen Schulbus getroffen, dabei gab es zwei Verletzte.

Tote bei Gewalt an Grenze zum Gazastreifen

Tote bei Gewalt an Grenze zum Gazastreifen

Israelische Truppen flogen daraufhin Luftangriffe, Panzer eröffneten daraufhin das Feuer über die Grenze. Unter den Opfern war nach palästinensischen Angaben ein 50 jähriger Zivilist, der vor seinem Haus tödlich getroffen wurde. Bei den anderen Getöteten handelt es sich demnach um zwei junge Männer und einen Polizisten der radikalislamischen Hamas. Vier Menschen seien schwer verletzt worden, erklärten die palästinensischen Gesundheitsbehörden.

Zum Zeitpunkt des Raketenangriffs in Südisrael waren Sanitätern zufolge nur der Fahrer und ein 16 Jahre alter Passagier in dem Bus. Der Jugendliche erlitt schwere Kopfverletzungen. Zu dem Angriff bekannte sich zunächst niemand. Der israelische Verteidigungsminister Ehud Barak machte die Hamas verantwortlich.

Israelische Raketenabwehr erstmals eingesetzt

Israel hatte nach Angaben von Verteidigungsminister Ehud Barak seine neue Raketenabwehr zuvor erfolgreich eingesetzt. Das System mit dem Namen “Iron Dome“ sei erstmals aktiviert worden und habe offenbar eine palästinensische Rakete abgeschossen, die vom Gazastreifen aus abgefeuert worden war, sagte Barak am Donnerstag.

Die Behörden würden aber noch auf eine endgültige Bestätigung warten, hieß es weiter. Israel hatte die “Iron Dome“-Raketenabwehr vor kurzem installiert. Sie soll die Siedlungen im Süden des Landes vor dem Beschuss mit Mörsergranaten und Raketen aus dem Gazastreifen schützen.

dpa/dapd

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