136 Festnahmen

Tränengas und Wasserwerfer gegen Demonstranten in Istanbul

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Bei den Maidemonstrationen kam es zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizisten.

Istanbul - Die türkische Polizei hat die zentrale 1.-Mai-Demonstration regierungskritischer Gewerkschaften in Istanbul mit Wasserwerfern und Tränengas aufgelöst.

Aus den Reihen der Demonstranten wurden die Sicherheitskräfte im Stadtteil Besiktas in der Innenstadt daraufhin mit Steinen beworfen, wie ein dpa-Reporter am Ort des Geschehens sagte. Zuvor sei die Veranstaltung am Freitag mit rund 1500 Teilnehmern stundenlang friedlich verlaufen. Die Organisatoren hatten erfolglos mit der Polizei darüber verhandelt, zum abgeriegelten Taksim-Platz marschieren zu dürfen.

Der Sender CNN Türk berichtete unter Berufung auf die Behörden, 21 000 Polizisten seien am Maifeiertag in Istanbul im Einsatz gewesen. 136 Menschen seien festgenommen worden. In Besiktas versuchte die Polizei, den dpa-Reporter festzunehmen, und rang ihn dabei zu Boden. Er wurde nach einigen Minuten freigelassen.

Auch außerhalb von Besiktas kam es zu Zusammenstößen. Auf Fotos der Nachrichtenagentur epa waren Randalierer zu sehen, die Steinschleudern und Molotowcocktails gegen die Polizei einsetzten. Sie errichteten Barrikaden und steckten sie in Brand. Regierungskritische Gruppen und Gewerkschaften hatten dazu aufgerufen, am 1. Mai auf den symbolträchtigen Taksim-Platz vorzudringen. Seit den Gezi-Protesten im Sommer 2013 hat die Polizei dort keine regierungskritischen Demonstrationen mehr zugelassen.

dpa

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