"Import eines religiösen Radikalismus"

Vor Treffen mit Muslimen: Scharfe Töne von Petry

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AfD-Chefin Frauke Petry setzt vor dem Gespräch mit Vertretern des ZDM nicht auf Versöhnung.

Berlin - Einen Tag vor dem Treffen mit dem Zentralrat der Muslime verurteilt Frauke Petry erneut den Islam. Die ZDM-Vorsitzende warnt hingegen vor Hass statt Argumenten.

Vor ihrem Treffen mit der Spitze des Zentralrats der Muslime schlägt die AfD-Vorsitzende Frauke Petry scharfe Töne an. Sie warnte in der „Bild am Sonntag“ vor einer weiteren Zuwanderung von Muslimen nach Deutschland und Europa: „Wir sehen wesentliche Errungenschaften der Aufklärung in Gefahr, wenn wir diesen Weg der ungeregelten Migration, verbunden mit dem Import eines religiösen Radikalismus weitergehen.“

Petry sagte weiter: „Wenn mehr als die Hälfte der Muslime im Zweifel der Scharia den Vorrang vor dem jeweiligen Landesrecht geben, braut sich etwas zusammen, was nicht mehr kontrollierbar ist.“ Dies stelle die Existenz der bürgerlichen Grundrechte für die Menschen in Europa in Frage.

Die Spitzen der rechtspopulistischen AfD und des Zentralrats der Muslime (ZDM) wollen sich am Montag in Berlin zu einem Gespräch treffen. Anfang Mai hatte die AfD ein Parteiprogramm verabschiedet, in dem es heißt, „der Islam gehört nicht zu Deutschland“. Daraufhin erklärte der ZDM-Vorsitzende Aiman Mazyek, zum ersten Mal seit dem Ende der Nazi-Herrschaft gebe es in Deutschland eine Partei, „die erneut eine ganze Religionsgemeinschaft diskreditiert und sie existenziell bedroht“.

Mazyek sagte der „Welt am Sonntag“ vor dem Treffen mit der AfD-Spitze: „Populismus, persönliche Angriffe und Hass sind keine Form des Dialoges, noch ersetzen sie die Kraft der Argumente.“

dpa

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